Ainārs Rubiķis ist der Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin © Jan Windszus Photography
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Komische Oper Berlin - Orchester der Komischen Oper Berlin spielt Sinfoniekonzert 4

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Das vierte Sinfoniekonzert des Orchesters der Komischen Oper Berlin fand unter seinem Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis am Valentinstag statt. Auf dem Programm standen u.a. Werke von Schostakowitsch, Debuss und Ravel. Als Solistin war Arabella Steinbacher in Korngolds Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 zu hören.

Was ist hier los?

Es gibt schon merkwürdige Konzerte. Über lange Strecken ist alles ganz ordentlich, mehr oder weniger organisch, man fragt sich, was eigentlich zwischen Dirigent und Orchester wirklich energetisch los ist. Oder ist alles nur koordiniert? Da stolperte Schostakowitschs Tahiti Trot doch merklich. Arabella Steinbacher hatte spürbar mehr Sinn für die Farben als das Orchester, kitzelte aber auch nicht die letzte Süffigkeit aus dem an Kitsch und Talmi nicht gerade armen Korngold Violinkonzert.

Die Verwandlung

In der zweiten Hälfte blieb das Tennisspiel zweier Damen und eines Herren in Debussys „Jeux“ nett aber auch nicht wirklich prickelnd. Und dann ereignet sich doch ein Wunder. Plötzlich ist Ravels Dapnis et Chloe ein atmosphärisch, farblich, erzählerisch berauschendes Ereignis. Vom ersten Moment an spielt das Orchester wie verwandelt. Vielleicht hatte man nur hier richtig Zeit zur Erarbeitung gehabt in einem sehr schwierigen, sicher auch ungewohnten Programm? Ainars Rubikis hatte hier jedenfalls das erste Mal einen auch emotional spürbaren Draht zum Orchester gefunden. Bitte mehr auf diese Weise!

Clemens Goldberg, rbbKultur

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