Kirill Petrenko dirigiert in der leeren Philharmonie Berlin; © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus
Bild: Monika Rittershaus Download (mp3, 4 MB)

Dmitrij Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll, op. 65 - Die Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko

Bewertung:

Die achte Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch in dieser Zeit? Ein Werk voller Düsternis und Hoffnungslosigkeit, geschrieben mitten im Zweiten Weltkrieg. Immerhin: Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, sieht darin auch einen Streif Hoffnung.

Das Orchester spielt grandios. Alle sind glücklich, überhaupt zusammenspielen zu dürfen. Die melodische Intensität beglückt – und nur ein solches Weltklasseorchester kann die extremen Dimensionen dieses Werkes ausloten. Das war eine der besten Aufführungen, die es jemals davon gegeben hat. Nur: wirklich erschüttern kann so etwas nur vor Ort im Saal. Hier hat es sich gezeigt: Dass man derzeit Musik nicht direkt erleben darf, ist ein Jammer!

Andreas Göbel, rbbKultur

Weitere Rezensionen

Berliner Staatsoper: "Jenůfa" © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Digitale Opern-Premiere - Staatsoper Berlin: "Jenůfa"

Vor neun Jahren, damals an der Deutschen Oper, gab es zuletzt eine Neuinszenierung einer der wirkungsträchtigsten Opern überhaupt, Leoš Janáčeks Erstling "Jenůfa". Die Küsterin, die das Kind ihrer Stieftochter ertränkt, tut dies aus einer Art religiösen Verblendung. Sie bereut zutiefst, was am Ende zu einer großartigen Versöhnungsorgie führt. In kaum einem Werk habe ich im Parkett so viele schöne Tränen fließen sehen wie hier.

Bewertung: