Daniel Barenboim © Silvia Lelli
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Yefim Bronfman, Klavier - Die Berliner Philharmoniker unter Daniel Barenboim

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Programmänderung bei den Berliner Philharmonikern. Mikko Franck kann aufgrund von Reisebeschränkungen nicht nach Berlin kommen. Promi-Einspringer ist hier - Daniel Barenboim. Und er setzt ganz auf ein reines Brahms-Programm.

Yefim Bronfman ist der Solist im ersten Klavierkonzert. Und ihm gelingt es, dieses brutal schwere Werk ganz auf sich selbst zurückzuführen. Da wird die - leere - Große Philharmonie zum intimen Wohnzimmer, und man hat das Gefühl, das alles privat vorgespielt zu bekommen. Jeder einzelne Ton scheint verstanden. Besser geht es nicht.

Ein Abend der Kategorie "Sternstunde"

Die erste Sinfonie von Brahms hat man unter Daniel Barenboim auch schon ziemlich übergewichtig gehört. Diesmal ganz anders. Da steht der Maestro, hört dem Orchester zu, und greift nur dort ein, wo es notwendig ist. Das Ergebnis ist eine Orchesterkultur, wie man sie selbst bei den Berliner Philharmonikern nicht jeden Abend antrifft. Da ist alles millimetergenau aufeinander abgestimmt. Die Bläser in beglückender Topform. Und ein Abend, der die Kategorie "Sternstunde" verdient hat.

Andreas Göbel, rbbKultur

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