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Messiaen und Bruckner - Die Berliner Philharmoniker unter Zubin Mehta

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Vor 60 Jahren hat Zubin Mehta - er wird Ende April 85 - sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gegeben. Mit einem gewichtigen Programm hat er jetzt vor leerer Philharmonie für bewegende Momente gesorgt.

Olivier Messiaens "Et exspecto resurrectionem mortuorum" wurde im Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege geschrieben. Ein gewaltiges, monolithisches Werk, nur für Bläser und Schlagzeug. Eigentlich für eine Freiluft-Aufführung gedacht und entsprechend wuchtig konzipiert, erlebt man die Erschütterungen dieser Musik nur halb, wenn man gezwungenermaßen nur digital dabei sein darf.

Eine Aufführung von höchster Intensität

Anton Bruckners neunte Sinfonie dürfen bei den Berliner Philharmonikern nur die Chefdirigenten und wirklich extrem geschätzte langjährige Gastdirigenten auf ihre Programme setzen. So natürlich auch Zubin Mehta. Er bezeichnet im Interview die Sinfonie als "herzzerreißend" und weist darauf hin, dass die Höhepunkte keinesfalls "zerschmettert" werden dürfen.

Bis auf ein paar allzu zerdehnte Tempi gelingt Mehta mit den Philharmonikern eine Aufführung von höchster Intensität, voller Unbeirrbarkeit und mit heiligem Ernst. In den schönsten Momenten scheint die Zeit stillzustehen. Die Musikerinnen und Musiker spielen mit selten erlebter Hingabe für diesen großen Dirigenten. Man wagt kaum zu atmen. Umso schmerzlicher, das nicht im Saal erleben zu dürfen.

Andreas Göbel, rbbKultur

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