Ainārs Rubiķis ist der Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin © Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography
Bild: Jan Windszus Photography Download (mp3, 7 MB)

Komische Oper Berlin - Das Orchester der Komischen Oper Berlin unter Ainārs Rubiķis

Bewertung:

Kosmische Höhen und wuchtige Fitness: Das Orchester der Komischen Oper Berlin landet unter seinem Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis einen Coup mit einer berauschenden Skrjabin-Aufführung. Zuvor hat Tzimon Barto in Sergej Rachmaninows zweitem Klavierkonzert als hemmungsloser Exzentriker gewütet und geschwelgt.

Konzeptionell verdient das Programm unter dem Motto "Aus dunkler Tiefe zu kosmischen Höhen" Beachtung. Allerdings kann zunächst weder Leopold Stokowskys aufgedonnerte Debussy-Bearbeitung noch Arthur Honeggers allzu harmloses Sommerstückchen überzeugen.

Ainārs Rubiķis präsentiert auf Spitzenniveau

Alexander Skrjabins "Poème de l'extase" mit seinen prickelnden und orgiastischen Klängen ist genau das richtige Stück für das Orchester der Komischen Oper. Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis präsentiert alles bis ins kleinste Detail, spielerisch, konzentriert und auf Spitzenniveau.

Tzimon Barto: Extremtour zwischen Melancholie und Gedonner à la Fitness-Studio

Tzimon Barto macht mit Sergej Rachmaninows zweitem Klavierkonzert eine Extremtour zwischen verzückter Melancholie und stahlfingerigem Gedonner à la Fitness-Studio. Von Virtuosenkonzert keine Spur. Keine Brillanz, keine Eleganz. Dafür ein Anti-Rachmaninow, dessen pianistische Körnigkeit mit dem Schmelz des Orchesterklangs eine originell-faszinierende Symbiose eingeht.

Andreas Göbel, rbbKultur

Weitere Rezensionen

Deutsche Oper Berlin: Götterdämmerung - Clay Hilley (Siegfried) u. Jürgen Linn (Alberich) © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin - "Götterdämmerung" von Richard Wagner

Wie der neue "Ring des Nibelungen" – der erste, der covidbedingt völlig durchander auf die Welt kam – abschließend zu beurteilen sein mag, dürfte sich erst im November sagen lassen, wenn auch "Siegfried" (der 3. Teil) endlich nachgereicht wird. Ob die Inszenierung von Stefan Herheim gemischte Gefühle, die sie bislang hervorrief, je überwinden kann, scheint zweifelhaft. Auch wenn "Buhs" bei der Premiere von wackeren Fans nach Kräften niedergejubelt wurden.

Bewertung:
John Williams © picture alliance/ AP Photo/ Chris Pizzello
picture alliance/ AP Photo/ Chris Pizzello

Philharmonie Berlin - John Williams dirigiert die Berliner Philharmoniker

Was wären Indiana Jones, E.T., Superman oder Harry Potter ohne die Musik von John Willams? Der amerikanische Komponist hat mit seinen Filmmusiken Kino-Geschichte geschrieben und ganze Generationen in seine musikalischen Welten entführt. Er hat die Soundtracks für Kino-Blockbuster wie "Star Wars", "Jurassic Park", "Der weiße Hai" oder "Schindlers Liste" komponiert. Nun bringt er in Berlin einige seiner berühmtesten Filmklassiker zu Gehör - erstmals am Pult der Berliner Philharmoniker.

Bewertung: