Igor Levit, Pianist © Felix Broede / Sony Music
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Staatsoper Unter den Linden - Igor Levit spielt Mozart und Liszt

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Anne-Sophie Mutter hat abgesagt, und so kam der Pianist Igor Levit zu seinem Staatsopern-Debüt. Bei seinem Solo-Recital spielte er zweimal Mozart im Original und zweimal Mozart in der Bearbeitung von Franz Liszt. Alles passend zu den diesjährigen Festtagen, die alle drei Da-Ponte-Opern von Mozart zeigen.

Als Beethoven-Interpret ist Igor Levit zuletzt erfolgreich unterwegs gewesen. Zwei Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart deutet er ganz aus der Perspektive des frühen Beethoven mit großer Klarheit und Dichte, mit einer wie Diamanten funkelnden Klanglichkeit, aber auch mit einer intensiven Dramatik. Mitunter ließen allzu forcierte Tempi so manche Details vermissen - die Wärme in den langsamen Sätzen machte das jedoch wieder wett.

Großes Opernkino

Franz Liszts Mozart-Fantasien enthalten Schwierigkeiten, die nach zeitgenössischen Berichten selbst den Komponisten fast überforderten. Igor Levit hat mit seiner geradezu olympischen Technik nicht die geringsten Probleme damit. Vor allem aber kann er hier seine vorzügliche Anschlagskultur zelebrieren.

Motive aus Mozarts "Figaro" und "Don Giovanni" erscheinen unter den Girlanden der Begleitung in neuem Licht - ein Vergnügen, wie Levit großes Opernkino herbeizaubert.

Andreas Göbel, rbbKultur

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Bernd Uhlig

Staatsoper Unter den Linden - "Mitridate, Re di Ponto" von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart war gerade erst 14 Jahre alt, als er auf seiner ersten Italienreise den Auftrag erhielt, für das Mailänder Teatro Regio Ducale eine große Oper zu komponieren: "Mitridate, Re di Ponto". Die Uraufführung fand 1770 statt. Inspiriert zu der Oper wurde Mozart von einem Drama des französischen Tragödiendichters Racine. Es geht in der Geschichte um einen König, seine beiden sehr unterschiedlichen Söhne, die beide dieselbe Frau lieben, die aber zugleich die Braut des Königs ist. Nun hat sich die Staatsoper Berlin dieses Stück voller Pathos und Leidenschaften vorgenommen, inszeniert wurde es von einem japanischen Team um den Regisseur Satoshi Miyagi.

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