Novus Quartet: "Berg | Schubert"
Bild: Aparté

Kammermusik - Novus Quartet: "Berg | Schubert"

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Das Novus Quartet wurde in Südkorea gegründet und in Deutschland ausgebildet. Auf seiner neuen CD kombiniert es Musik aus Wien und knüpft damit eine Verbindung zwischen Klassik und Moderne. Im Zentrum stehen die großen Themen Tod und Liebe.

Nach dem Studium in München und Lübeck lebt das Novus Quartet nun in Deutschland und wird auch von der wichtigsten Agentur für Streichquartette überhaupt, dem Impresariat Simmenauer in Berlin gemanagt. Auszeichnungen beim ARD-Wettbewerb 2012 und beim Internationalen Mozart Wettbewerb 2014 bilden eine hervorragende Grundlage für den weiteren Erfolg. Bis zur Carnegie Hall haben es die vier Südkoreaner, die alle so um die 30 sind, auch schon geschafft. Mit der dritten CD sind sie nun über das Stadium des Nachwuchsquartetts hinaus, jetzt gilt es, in der internationalen Profi-Konkurrenz zu bestehen.

Emotionalen Dichte

Mit den Schlüsselwerken der Quartettliteratur von Schubert und Berg setzt das Novus Quartett ganz oben an und betont vor allem seine emotionalen Qualitäten. Die "Lyrischen Suite" an den Anfang der CD zu stellen, ist ein gewagter aber kluger Zug. Alban Bergs glühende und stetig intensiver sich verzehrende Musik führt in spielerische und seelische Ausnahmezustände. Die kaum verklausulierte Liebesgeschichte, die mit einem "Largo desolato" endet, wird vom Novus Quartet fiebrig und rückhaltlos umgesetzt mit einer emotionalen Dichte, die sich dann auch in Schuberts "Der Tod und das Mädchen" fortsetzt. Erst in Schuberts tänzerischem Finale kann sich diese Spannung etwas lösen. Reserven und Reserviertheit hat das Novus Quartet nicht nötig. So feurig wie es an diese Klassiker geht, spielt es schon jetzt ganz vorne mit.

Dirk Hühner, kulturradio

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