Ombra mai fu © Erato
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Opernarien von Francesco Cavalli - "Ombra mai fu"

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20 Jahre im Geschäft. Auf seiner neuen CD singt Philippe Jaroussky, der wohl berühmteste Countertenor der Gegenwart, Arien und Duette von Francesco Cavalli. Eine Jubiläums-CD?

Zwanzig Jahre, nachdem seine Karriere begann, hat sich Philippe Jaroussky, der wohl berühmteste Countertenor der Gegenwart, als Jubiläumsgeschenk eine Solo-CD mit Arien (und einigen Duetten) von Francesco Cavalli gegönnt. Von dem bedeutendsten Schüler Monteverdis gab es so etwas im Grunde noch nie. Mit Auszügen aus großen Werken wie "La Calisto", "Giasone", "Ormindo", "Eliogabalo" und "Elena", aber auch unbekannteren Opern wie "Pompeo Magno", "Orione" und "Eritrea" übersteigt es alles, was es bisher von diesem Komponisten gab. Das bislang orignellste Album des Sängers – von allerhöchstem Repertoirewert.

Entdeckungsreich

Die Stimme des im letzten Jahr 40 Jahre alt gewordenen Sängers war immer die 'soubrettigste', leichteste, dafür aber warm timbrierteste von allen – und klingt mittlerweile gleichsam etwas 'berieben' (um eine – kaum wertmindernde - Eigenschaft aus dem Antiquariatswortschatz zu verwenden). Was Jaroussky durch Kunstfertigkeit und Musikalität absolut wettzumachen versteht. Zu erwarten wäre, dass er sich demnächst aufs Dirigentenpult abseilen wird. Trösten wir uns also mit diesem noch sehr schön gelungenen, entdeckungsreichen Album über einen der 'Erfinder' der Melodie und des Ohrwurms in der Oper.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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