CD Cover: Christian Thielemann - Schumann Symphonien 1 -4
Bild: Sony

Orchester - Robert Schumann: Symphonien Nr. 1 – 4

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Dirigent Christian Thielemann hat den zweiten Zyklus der vier Schumann-Symphonien mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden eingespielt.

 

Pünktlich zu seinem 60. Geburtstag (am 1. April) erscheint der zweite Zyklus der vier Schumann-Symphonien, die der Dirigent Christian Thielemann, diesmal mit seinem Stammensemble, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, eingespielt hat. (Das erste Mal geschah es vor rund 20 Jahren mit dem Philharmonia Orchestra.)

Spätromantisch

Die Deutung Thielemanns ist, wen wundert’s?, immer noch spätromantisch. Bedeutet: Schwerblütigkeit, lastende Strukturen und ein massiver Orchesterapparat, dem die feinen Manieren, über welche die Staatskapelle Dresden zweifellos verfügt, hier wenig helfen. Für das japanische Publikum, in dessen Gegenwart die Symphonien live mitgeschnitten wurden (im November 2018 in der Suntory Hall in Tokyo), mag das genau das Richtige gewesen sein.

Alte Deutungsmuster aufgefrischt

Zu Schumann trägt es nicht viel Neues bei, sondern frischt nur alte Deutungsmuster, wie wir sie seit Furtwängler gewohnt waren, unoriginell, weil harmloser und mittelwertiger, wieder auf. Ein vollständig entbehrliches Set, mit dem sich in Bezug auf Thielemann leider bestätigt, dass dieser einfach mit CD-Aufnahmen kein Glück hat. 

Falsche Wahl

Mal (bei den Opern) stimmen die Solisten oder die Live-Bedingungen nicht. Hier ist der Komponist die falsche Wahl. Zum 60. Geburtstag hätte man sich – wenn schon, denn schon – zu einem Bruckner-Zyklus entschließen sollen.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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