A Minimal Sax: Glass, Nyman, Reich, Torke
Bild: Brilliant Classics

Kammermusik - A Minimal Sax: Glass, Nyman, Reich, Torke

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Das Saxofon ist das Instrument des Jahres 2019 - und auch sehr geeignet, Klassiker der Minimal Music zu interpretieren: Quartette von Steve Reich, Philip Glass, Michael Nyman und Michael Torke.

Dieses Album präsentiert nicht nur geblasenen Wohlklang, sondern auch einen Überblick über die Geschichte der Minimal Music: in Steve Reichs "New York Counterpoint" vermitteln die vier Saxophonisten einen Eindruck von der "reinen Lehre" minimalistischer Komposition, im "Saxophon Quartet" von Philip Glass zeigt sich die spätromantische Dimension dieser Kompositionsweise, im abschließenden "July" von Michael Torke geht der minimalistische Kontrapunkt eine Ehe mit der Popmusik ein.

Stimmlich

So nahe das Saxophon an der menschlichen Stimme liegt, so gesprächig lassen die vier Musiker hier ihre Instrumente zu Geschichtenerzählern werden. Besonders schön gelingt dabei das "Saxophon Quartet" von Philip Glass, der mit diesem Werk von 1995 eine moderne, manchmal aber auch an Brahms erinnernde Harmonik mit den Regularien der Minimal Music verknüpft hat: ein einfaches musikalisches Thema wird in kleinen Abwandlungen vielfältig variiert.

Sonnig

Die enorme Wärme, die das Album abstrahlt, hat ganz sicher auch mit dem regionalen Hintergrund der Musiker zu tun: in der Toskana und im noch sonnigeren Umbrien, rund um die Städte Florenz und Perugia, haben sich Fabio Lombrici, Riccardo Guazzini, Iacopa Sammartano und Michele Bianchini vor Jahren mit ihren vier Saxophonen zu einem der interessantesten europäischen Bläserquartette zusammengesetzt - und aus den phantasievoll interpretierten Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen den Namen des Ensembles gebildet.

Hans Ackermann, rbbKultur

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