Elina Garanca: "Sol y vida"
Bild: Deutsche Grammophon

Solistin - Elīna Garanča: Sol y Vida

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Auf ihrem neuen Album "Sol y Vida" widmet sich die lettische, in Spanien lebende Mezzo-Sopranistin Elīna Garanča etlichen spanischen, südamerikanischen und italienischen Liedern und Canzonen; arrangiert, zum Teil auch etwas kandiert und geliert mit Orchester.

Sängerisch präsentiert sich Garanča in Top-Form, auch wenn einige forcierte Brusttöne (besonders bei Piazzollas "María de Buenos Aires") als Temperamentsverstärker fragwürdig bleiben. Angesichts des spanischen Titels "Sol y Vida", hinter dem sich sogar ein norwegischer Titel von Edvard Grieg verbirgt, frappiert die völlige Konzeptlosigkeit, gelegentlich auch Geschmacksunsicherheit der sonst vorzüglichen Sängerin (welche zu den drei wichtigsten Mezzo-Sopranen der Gegenwart zählt, neben Cecilia Bartoli und Joyce DiDonato). Da muss mit "Granada" und "Brazil" auch noch der letzte Party-Kracher mit dabei sein.

Die kühle Frische der Stimme steht in reizvollem, gelegentlich auch merkwürdigen Gegensatz zur hitzigen Gemütslage der Titel. Fast scheint es, als würde auf so etwas wie den Zusammenhang eines Albums gar nicht mehr reflektiert; sondern nur für "Spotify" programmiert. Unter Aspekten einer CD-Kritik: Ärgerlich. Insgesamt ambivalent.

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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