Georg Friedrich Händel, Utrechter Te Deum & Jubilate
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Alte Musik - Georg Friedrich Händel: Utrechter Te Deum & Jubilate

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Die Gaechinger Cantorey mit Händel-Werk.

Georg Friedrich Händel war noch ganz neu in London, als er 1713 – dank bester Beziehungen zum Königshaus – den Auftrag erhielt, zwei feierliche Kompositionen für einen Dankgottesdienst der Royals anlässlich des Friedens von Utrecht zu komponieren. Auf diese Weise entstanden ein Te Deum und die Psalmvertonung "Jubilate", jeweils in englischer Sprache. Und da auch noch der Geburtstag der Königin Anne anstand, widmete Händel ihr die festliche Ode "Eternal source of light divine". Alle drei Kompositionen hat die Gaechinger Cantorey unter Leitung von Hans-Christoph Rademann neu eingespielt.

Von Bach zu Händel

Seit 2016 tritt die Gaechinger Cantorey in vollkommen neuer Besetzung (und auch mit neuer Schreibweise) auf und musiziert unter Hans-Christoph Rademann nach den Kriterien der historischen Aufführungspraxis. Seitdem sind bereits mehrere beachtenswerte CDs erschienen, die sämtlich dem Werk Bachs gewidmet waren. Auf ihrer neuesten CD wenden sich die Gaechinger nun Händel zu und präsentieren den Livemitschnitt eines Konzerts beim Musikfest Stuttgart 2018.

Differenzierte Jubelwerke

Die drei 1713 entstandenen Werke von Händel sind allesamt Jubelkompositionen, die Händel allerdings dennoch nicht als durchgängiges Trompetenschmettern, sondern außerordentlich differenziert vertont hat. Charakteristisch sind die ständige Abwechslung von Vokalsoli und Chor, aber auch der überaus farbenreiche Orchestersatz. Der Gaechinger Cantorey gelingt eine festliche, schwungvolle und kontrastreiche Interpretation. Dabei ist vor allem der Chor hervorzuheben. Sowohl in den machtvollen Tutti-Passagen als auch ruhigeren Abschnitten agieren die Choristen immer sehr sauber, präzise und dem musikalischen Affekt angemessen. Bei den Vokalsolisten bleiben dagegen – trotz guter Einzelleistungen – einige Wünsche offen, insbesondere, wenn die Solosänger im Duett oder Terzett auftreten. Ihr Klang ist hier nicht immer homogen, außerdem bleiben sie trotz Kraftanstrengungen immer wieder akustisch hinter dem prächtigen Chor- und Orchesterklang zurück.

Bernhard Schrammek, rbbKultur

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