Juliane Laake: "Triumvirat"
Bild: Verlagsgruppe Kamprad | Querstand

Alte Musik - Juliane Laake: "Triumvirat"

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Gambenmusik von deutschen Barockhöfen: Juliane Laake bringt die Komponisten Schenck, Kühnel und Höffler zum "Triumvirat" zusammen.

Zugegeben, die Höfe von Weißenfels, Zeitz oder Düsseldorf waren Ende des 17. Jahrhunderts nicht ganz mit der überbordenden Pracht der französischen Residenz Versailles vergleichbar. Wohl aber wollten sich die vielen Herzöge, Fürsten und Freiherren im deutschsprachigen Raum zu dieser Zeit – trotz ihres überschaubaren Territoriums – auch gern als kleine Sonnenkönige fühlen. Die Musik war immer schon ein probates Mittel der Repräsentation, also engagierten sie sich Hofmusiker von hoher Qualität.

Ein neues Triumvirat

Typische deutsche Hofmusiker dieser Zeit waren die drei Gambisten, die Juliane Laake auf ihrer neuesten CD zu einem Triumvirat zusammengeführt hat: Johann Schenck am Hof des Kurfürsten Johann Wilhelm II. von der Pfalz in Düsseldorf, Conrad Höffler in Bayreuth, Ansbach und Weißenfels sowie August Kühnel in Zeitz, später auch in Dresden und Kassel. Die Programmzusammenstellung erweitert den Gambenhorizont gleich in mehrere Beziehung. Man hört nicht nur weitgehend unbekannte Stücke, sondern entdeckt in den vielen Sonaten- und Suitensätzen große Kostbarkeiten. Sorgfältig durchgearbeitete Kontrapunktik gehört ebenso zu diesem Repertoire wie virtuose Passagen, ausdrucksvolle Solostücke und mitreißende Tanzsätze.

Begeisternde Interpretation

Einmal mehr zeigt sich in dieser Einspielung die hohe instrumentale Qualität der Gambistin Juliane Laake. Absolut sicher agiert sie in den schnellen, bewegten Sätzen, berückend schön gelingen die langsamen, gefühlvollen Abschnitte. In Kühnels Sonate für 2 Gamben kommt Júlia Vetö als zweite, ebenbürtige Gambistin hinzu. Das Ensemble Art d’Echo mit dem Lautenisten Johannes Gontarski und dem Cembalisten Carsten Lohff begleitet sehr beziehungsvoll und in wechselnder Besetzung.

Bernhard Schrammek, rbbKultur

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