Saint-Saens: Klavierkonzerte Nr. 3, 4, 5 © BIS
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Kammermusik - Saint-Saens: "Klavierkonzerte Nr. 3, 4, 5"

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Seine Klavierkonzerte hat Camille Saint-Saens als "sinfonische Fantasien mit Klavier" konzipiert – technisch und im Zusammenspiel mit dem Orchester eine höchst anspruchsvolle Musik.

Das Klavier als Soloinstrument und zugleich als organischer Teil des Orchesters - dieses Konzept hat Camille Saint-Saens in diesen drei Konzerten mit Nachdruck umgesetzt. Der Solist - glänzend: Alexandre Kantorow - muss deshalb nicht nur technisch virtuos seinen Part beherrschen, sondern auch im ständigen Dialog mit dem Orchester hellwach musizieren.

Klanglandschaften

Wie ein glitzernder Fluss in einer aus den Wolken betrachteten Landschaft funkelt die Klavierstimme aus den sinfonischen Klängen heraus.  Saint-Saens hat zwischen 1866 und 1896 Höhepunkte der spätromantischen Klaviermusik komponiert - die bis heute allerdings um Anerkennung ringen. Dabei können diese Konzerte mühelos jedem Vergleich mit anderen Komponisten der Spätromantik standhalten.

Höhenflug

Das finnische Orchester wird von Jean-Jacques Kantorow mit größter Präzision geleitet. Als geigerisches Wunderkind hat Kantorow früher große Wettbewerbe und viele Preise gewonnen. Nach diesem Vorbild hat sich Kantorows Sohn Alexandre zu einem herausragenden Pianisten entwickelt.  Er sei die "Wiedergeburt von Franz Liszt"  hieß es angesichts einer früheren Aufnahme mit Werken von Liszt. Bei den Konzerten von Saint-Saens haben Perfektion und klangliche Phantasie jetzt sogar noch weiter zugenommen. Der Höhenflug von Alexandre Kantorow, der in diesem Jahr erst seinen 22. Geburtstag feiern wird, geht mit diesem Album weiter.

Hans Ackermann, rbbKultur

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