Cover: "LISE DAVIDSEN SINGT WAGNER & STRAUSS"
Bild: Decca

Sopran - LISE DAVIDSEN SINGT WAGNER & STRAUSS

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In diesem Jahr debütiert sie als Elisabeth im „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen. Und hier ist das dazu passende Debüt-Recital dazu, auf welchem die Norwegerin Lise Davidsen außerdem Richard Strauss’ Ariadne sowie späte Orchesterlieder desselben Komponisten singt.

Die Stimme – auf dem Cover angepriesen als "truly a voice in a million" – ist schwer, in der Höhe gleißend und durchaus elektrisierend in ihrer Brennschärfe und Kraft.

Stilistischer Indifferenz

Bei der Textausdeutung dagegen: völlige Fehlanzeige. Fast scheint es, als singe die Sopranistin nur Vokale, aus denen sie den meisten Effekt glaubt schlagen zu können. Das führt – auch bei Strauss – zu völliger stilistischer Indifferenz, ja teilweise Grobschlächtigkeit im Ausdruck.

Taugt hauptsächlich für den Merchandising-Stand der Bayreuther Festspiele

Es ist, als müsse bei diesem Repertoire nur feste "draufgehalten" werden, um zum Ziel zu gelangen. (Und so ist es in der Praxis lyrischer-dramatischer Soprane ja auch oft.)

Esa-Pekka Salonen, bei aller Prominenz, kommt über die Schützendienste einer soliden Begleitfunktion nicht weit hinaus. Die CD taugt hauptsächlich für den Merchandising-Stand der Bayreuther Festspiele. Falls das Debüt gelingt.

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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