Magdalena Kožená: Il giardino dei sospiri © Pentatone
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Oper - "Il giardino dei sospiri"

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Auf Ihrer neuen CD kehrt Magdalena Kožená zu dem zurück, womit man Sie kennen und lieben gelernt hatte: zur Barockmusik. Eine Rückkehr zu dem, was sie am Besten kann?

Auf ihrer neuesten CD, ihrer zweiten nach dem Weggang von der Deutschen Grammophon, kehrt die tschechische Mezzo-Sopranistin Magdalena Kožená zu dem zurück, womit sie bekannt wurde – und was sie, rundheraus, auch am Besten kann: zum musikalischen Barock. Zuvor hatte sie mit ihrem Repertoire oft gehadert (an Carmen etwa war sie m.E. gescheitert, für Octavian war die Stimme zu klein).

Die weltlichen Kantaten von Händel, Benedetto Marcello und Leonardo Leo (vermehrt um eine Arie von Francesco Gasparini sind recht unbekannt und in keinen vergleichbar prominenten Aufnahmen greifbar. Der mürbe und weiche, dabei erstaunlich koloraturgeläufige und virtuose Mezzo der Sängerin ist hier genau richtig. Das Aprikosentimbre verleiht den mal elegischen, mal dramatischen "Para-Opern", um die es sich hier handelt, ein intensives, ungewöhnliches Aroma.

Neue Freiheit

Auch das Collegium 1704, eigentlich spezialisiert auf böhmisch-mährische Barock-Kleinmeister wie Myslivecek, Benda und Reichenauer und benannt nach dem Uraufführungsjahr eines Werkes von Johann Zelenka, steuert Instrumentalsätze von Händel und Leonardo Vinci bei und macht seine Sache gut. Insgesamt spürt man die neue Freiheit, die Kožená bei dem kleineren Label Pentatone genießt. (Den Vertrag mit der DG habe man, so erzählte mir die Sängerin, einvernehmlich gelöst. Die DG mache jetzt mehr Mainstream, man habe dort vorher zumeist Alben mit Orchesterbegleitung von ihr gewollt.) Demnächst folgt ein Album mit Dvorak-Liedern etc., bei dem Simon Rattle sein CD-Debüt als Klavierbegleiter gibt (Titel: "Soirée"). Zur vorliegenden CD darf man die Sängerin beglückwünschen.

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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