Nikolai Myaskovsky: Streichquartette 1-13; Montage: rbbKultur
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Kammermusik - Nikolai Myaskovsky: Streichquartette 1-13

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In einer Box mit fünf CDs sind sämtliche Streichquartette des sowjetischen Komponisten Nikolai Myaskovsky neu erschienen. Sollte uns der Name Myaskovsky etwas sagen?

Nikolai Myaskovsky (1881-1950) gehört zu den Komponisten der Sowjetzeit, die vermutlich weniger berühmt als berüchtigt sind. Seine 27 Symphonien mäandern bedenklich (selbst in der klassischen Gesamtaufnahme unter Evgeny Svetlanov).

Bei seinen 13 Streichquartetten, deren klassische Gesamteinspielung aus den frühen Achtzigerjahren hier erstmals in einer Box vorliegt, scheint er eher auf seinem Gebiete gewesen zu sein.

Melancholische Verinnerlichung

Stilistisch entscheiden konnte sich Myaskovsky zeit seines Lebens nicht. Der Schüler von Rimski-Korsakow komponierte mal mit Hang zur Chromatik, mal zur Diatonik oder zum Sozialistischen Realismus. Eine melancholische Verinnerlichung immerhin zeichnet seine meist sehr schönen Streichquartette allesamt aus.

Das ausführende Taneyev Quartet, gegründet 1946, gilt als eines der großen Streichquartett-Formationen der russischen Nachkriegszeit. Ihr herber, beinahe gegerbter Ton passt wunderbar zu den sich verdunkelnden Farben der zwischen 1909 und 1949 entstandenen Werke. Das handwerkliche Niveau ist dem der weit berühmteren Quartette Schostakowitschs durchaus ebenbürtig.

So ist diese Box eine gewichtige Fußnote innerhalb der eher kargen Streichquartett-Geschichte. Als Hinweis auf einen Verpönten. Wenn Myaskovsky, dann dieser hier!

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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