Rudolf Firkušný: The Complete RCA and Columbia Collection
Bild: Sony

18 CDs - Rudolf Firkušný: The Complete RCA and Columbia Collection

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Amerikanische Aufnahmen aus mehr als 40 Jahren (von 1949 bis 1993) versammelt die 18 CD-Box zu Ehren des Pianisten Rudolf Firkušný, der 1994, also vor 25 Jahren starb.

Als Emigrant in Amerika hatte er unbeirrt am böhmisch-mährischen Repertoire seiner Heimat festgehalten – und blieb so bis heute der wichtigste Pianist für Werke von Janacek, Dvorak und Martinu. Von diesen Komponisten sind hier die meisten Klavier-Hauptwerke zu bewundern (so das Dvorak-Klavierkonzert in der Referenzaufnahme unter George Szell, ebenso Dvoraks Klavierquartette und –quintett Nr. 2 etc. und Janaceks "Auf überwachsenen Pfaden"). Es sind Aufnahmen, die es vermutlich nie mehr besser geben wird. Dazu war der Stil dieses Pianisten zu zeittypisch ingeniös ...

Miniaturhafter Stil der 'Intimisierung'

Feinste Farbschattierungen, dazu ein schlanker und heller Anschlag bei unbedingter Vermeidung alles Grellen, Plakativen oder gar Pastosen sorgte bei Rudolf Firkušný für einen stets hochkultivierten, leicht preziosen, immer miniaturhaften Stil der 'Intimisierung'. Die Vorliebe fürs Sich-Kleinmachen, fürs Bagatellenhafte und Verirrte der böhmisch-mährischen Meister fand so in ihm einen kongenialen Meister. Dunkle Töne, Schicksalsschweres besonders des russischen Repertoire findet man hier nicht. Schubert etwa erblickt er durch einen Glasperlen-Regen geschliffenster Töne; wodurch jeder Anflug von Wiener Gasthausschwemme entweicht.

Beglückende Rückkehr

An hochprominenten Partnern wie dem Cellisten Gregor Piatigorsky (bei Chopin und Prokofieff) oder Janos Starker (für Martinu) fehlt es ihm nicht. Besonders schön drei der Klavierkonzerte von Martinu sowie dessen (und Janaceks) Solo-Klavierwerke. Firkušný, ein Halbvergessener, kehrt hier auf absolut beglückende Weise endlich zurück.

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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