Philip Glass American seasons © Naxos
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Sonate für Violine und Klavier - Philip Glass: "American Four Seasons"

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"The American Four Seasons" hat Philip Glass sein Violinkonzert Nr. 2 genannt. Der amerikanische Komponist bezieht sich dabei nicht nur auf den berühmten Konzertzyklus von Antonio Vivaldi.

Philip Glass übernimmt von Vivaldi die Form des barocken Concertos, verzichtet aber darauf, die vier Sätze mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter zu überschreiben. Mit kurzen solistischen Vorspielen nach dem Vorbild der Partiten von Johann Sebastian Bach zitiert Philip Glass dann vor jedem dieser Sätze auch gleich noch einen weiteren Meister des Barock. In diesen "Präludien" kann sich Piotr Plawner als vorzüglicher Geiger beweisen.

Parodie oder Ernst?

Das 2009 komponierte Werk ist mit dem Violinkonzert Nr. 1, das Philip Glass gut zwanzig Jahre früher komponierte, im Prinzip nicht vergleichbar. Denn anders als in diesem konsequent modernen Konzert hat sich Glass hier klanglich in der musikhistorischen Vergangenheit orientiert. Die typisch-herbstlichen Naturgewalten wie "Sturm" und "Gewitter" wirken im dritten Satz in der "barocken" Instrumentierung allerdings eher wie eine Parodie. Das Zusammenspiel zwischen Orchester und Solist ist dabei nicht immer günstig ausbalanciert. Einzig die Sonate für Violine und Klavier am Ende des Albums kann überzeugen.

Hans Ackermann, rbbKultur

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