Complices @ harmonia mundi
Bild: harmonia mundi

Kammermusik - Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud: "Complices"

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Am Ende eines Konzertes gibt es Applaus – und eine Zugabe. Ein Album ganz aus solchen "Encores" haben Jean-Guihen Queyras und Alexandre Tharaud zusammengestellt.

Etwa drei Minuten lang ist für gewöhnlich eine Zugabe. Das Stück hat eine gewisse Bekanntheit und präsentiert zum Abschluss noch einmal eine besondere Virtuosität. David Poppers "Elfentanz. op 39" ist so ein Paradestück für jeden hervorragenden Cellisten - und darf deshalb auf diesem abwechslungsreichen Album nicht fehlen.

Bunter Abend

Knapp 20 solcher "Rausschmeisser" haben Queyras und Tharaud – langjährige Konzertpartner und Freunde – zu einem bunten Kammermusikabend zusammengestellt.

Lyrische Duos

Besonders schön gelingen den beiden lyrische Duos wie "Liebesleid" von Fritz Kreisler, "Nana" von Manuel de Falla, "Papillon" von Gabriel Fauré oder Peter Tschaikowskys "Valse sentimentale".

Gelungene Experimente

Der vielseitige Jean-Guihen Queyras, Professor für Cello in Freiburg im Breisgau, wagt auch ein Klangexperiment, spielt zusammen mit dem Saxophonisten Raphael Imbert "Alabama" von John Coltrane. Sensationell, wie das Tenorsaxophon und das Cello hier miteinander im improvisierten Dialog sind. Ein gemeinsamer Klang, den man nicht alle Tage hört.

Hans Ackermann, rbbKultur

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