Gluck: Demofoonte; Montage: rbbKultur
Brilliant Classics
Bild: Brilliant Classics

Oper in drei Akten - Christoph Willibald Gluck: "Demofoonte"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Alan Curtis gehörte zu den bedeutendsten Barock-Dirigenten des 20. und 21. Jahrhunderts. 2015 ist er gestorben – doch jetzt, fünf Jahre später, taucht von ihm noch eine Studiogesamtaufnahme auf. Beim Label Brilliant Classic ist nun die Oper "Demofoonte" von Christoph Willibald Gluck unter seiner Leitung erschienen.

Leider wirken sich der langwierige Enstehungsprozess und das hohe Alter des Dirigenten nicht allzu gut auf das Gesamterbegnis aus, es fehlt bei aller Liebe zum Detail doch an Feuer in diesem Jugendwerk, vieles klingt routiniert aber nicht gerade sehr lebendig.

Wenn auch nicht übermäßig zündend dirigiert, wird hier gut gesungen – dennoch bleibt der ganz große Glanz aus, es kann nicht an den Sänger*innen gelegen haben. Es sind echte Stars dabei wie Ann Hallenberg und Romina Basso; hinzu kommt ein fulminanter Countertenor, Aryeh Nussbaum Cohen.

Damit bleibt die Aufnahme ein respektabler Schlusspunkt, aber letztendlich kein Höhepunkt Curtis' Laufbahn, trotz einiger schöner Highlights.

Matthias Käther, rbbKultur

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