Rossini: Matilde di Shabran; Montage: rbbKultur
Naxos
Bild: Naxos

Oper in zwei Akten - Giacchino Rossini: "Mathilde di Shabran"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Viele Musikfestivals sind in diesem Jahr ausgefallen. So musste auch das international renommierte Belcanto-Festival "Rossini in Wildbad" 2020 abgesagt werden. Entschädigt wird man nun wenigstens ein bisschen durch die Mitschnitte von 2019, die das Label Naxos pünktlich zum Weihnachtsfest herausbringt - darunter Rossinis große Oper "Mathilde di Shabran".

Großes Meisterwerk trifft auf erstklassige Sänger*innen

Ein großes Meisterwerke im doppelten Sinne: es ist mit seinen 3 1/2 Stunden ein sehr langes und ambitioniertes Werk - die letzte komische Oper für Italien, die aber schon deutlich den Rahmen der der traditonellen buffa sprengt und viele Elemente der ernsten und romantischen Oper satirisch mit einbezieht.

Außerdem gehört "Mathilde di Shabran" - eine komplizierte, aber amüsante Parodie auf das romantische Männlichkeitsbild - zu den am schwersten zu singenden Belcanto-Opern überhaupt und wird deshalb so selten aufgeführt.

Michele Angelin, der Tenor in dieser Aufnahme, schlägt sich überraschend gut und auch die anderen jungen Sänger*innen sind auf Top-Niveau sind - allen voran Sara Branch in der Titelpartie Mathilde.

Matthias Käther, rbbKultur

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