Royal Händel; Montage: rbbKultur
Alpha Classics
Bild: Alpha Classics

Arien von Händel, Bononcini und Ariosti - Eva Zaïcik: "Royal Händel"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Die junge französische Mezzosopranistin Eva Zaïcik wurde von der Kritik hoch gelobt und mit Preisen geradezu überhäuft – nun hat sie ein Händel-Album herausgegeben. Darauf zu finden sind natürlich jede Menge Händel-Arien.

Der Titel "Royal" spielt auf die kurze, aber produktiven Zeitspanne an, in der Händel Komponist der ersten königlichen Musikakademie war - in diese Zeit fallen Meisterwerke wie "Julius Cäsar" oder "Radamisto". Ausschnitte dieser Opern sind auf dem Album zu hören.

Alles in allem handelt es sich jedoch um eine langweilige Händel-CD. Das liegt nicht an den artistischen Fähigkeiten Zaïciks, dennoch ist wenig Saft dahinter. Die prallen Arien verkommen bei ihr oft zu reiner Kantatenmusik. Es fehlt der dramatische Biß. Die Frauenpartien der Opern-Helden singt sie dabei viel überzeugender, doch nur selten läuft sie zur Hochform auf.

Das Barock-Enseble Le consort ist vorzüglich und macht mit nur 11 Musikern erfreulich viel Spektakel. Einziges Handicap: aufgenommen wurde in einer Pariser Kirche mit sehr hoher Kuppel, das erzeugt eine hohle sakrale Akustik und lässt die Wirkung der Musik verpuffen.

Matthias Käther, rbbKultur

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