Donizetti: Il Paria; Montage: rbbKultur
Opera Rara
Bild: Opera Rara

Oper - Gaetano Donizetti: "Il Paria"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

"Ich möchte den Tod auf meine Weise gestalten" - so das trotzige Credo des jungen Gaetano Donizetti, der, schwerkrank, auf der Suche nach neuen originellen Formeln für tragische Opern war. "Il Paria" ist ein kühner Versuch und geht in die richtige Richtung – doch bis zu Lucia di Lammermor ist es noch ein langer und steiniger Weg.

Die Oper ist ein sperriges Werk des jungen Komponisten, das sich gegen die Konventionen auflehnt, aber nicht so interessant und kurzweilig wie sonst bei ihm. Hier langweilt man sich über weite Strecken, obwohl mitunter doch richtig gute Sachen aufblitzen – z.B. der ruppige alte Paria Zarete, fast schon ein früher Verdi-Held, eine Art Vorläufer solcher Typen wie Nabucco oder Macbeth.

Alle drei Hauptfiguren - Albina Shagimuratova als Geliebte Neala, René Barbera als Idamore und Misha Kiria als Vater Zarete - leisten bei der Aufnahme Unglaubliches – auch in den Höhen. Ihre Schuld ist es nicht, wenn ich mit dem Werk nicht so recht warm werde.

Matthias Käther, rbbKultur

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