Giacomo Meyerbeer: Romilda e Costanza; Montage: rbbKultur
Naxos
Bild: Naxos

Melodramma semiserio in zwei Akten - Giacomo Meyerbeer: "Romilda e Costanza"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Der Opernkomponist Giacomo Meyerbeer ist mit seinen großen französischen Opern wie den "Hugenotten" oder dem "Propheten" weltberühmt geworden. Begonnen hat seine Karriere aber eigentlich in Italien. Jetzt ist seine erste italienische Oper "Romilda und Constanza" – eine verzwickte Abenteuergeschichte über zwei Rivalinnen – erstmals auf CD bei Naxos erschienen.

Wie fast alle seine Opern nimmt auch "Romilda und Constanza" erst allmählich Fahrt auf; der erste Akt schleppt sich dahin, der zweite hat dann schon tolle Einfälle, wo man spürt, hier versucht einer nicht nur Rossini nachzuahmen.

Was die Aufführung betrifft, ist noch viel Luft nach oben: die stellenweise recht unausgegorene und formelhafte Komposition wäre mit einem hochversierten Ensemble und einem temperamentvolleren Dirigenten durchaus zu retten gewesen.

Die beiden titelgebenden Damen werden von zwei Sängerinnen gesungen, die sehr "scharf" klingen – da können auch der gute Tenor Patrick Kabongo oder der versierte Bariton Giulio Mastrototaro nicht mehr viel rausreißen.

Matthias Käther, rbbKultur

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