Peter Schreier: Schöne, strahlende Welt; Montage: rbbKultur
Berlin Classics
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Lieder und Arien - Peter Schreier: "Schöne, strahlende Welt"

Bewertung:

Eine Kritik von Kai Luehrs-Kaiser

Niemals zuvor erschien die skurrile Eterna-Platte von 1976 auf CD, bei der Peter Schreier Schlager, Operetten-Lieder und Canzonetten sang. Wie er sich, vom Oratorium und von der Oper her kommend, in Tschaikowskys "Fern im weiten Land", in Kalmáns "Gräfin Mariza" und in "O sole mio" stürzt, ist einen nostalgisch bewundernden Blick wohl wert.

Manchen "Evangelisten-Schluchzer" schmuggelt er in "Granada", in das "Chianti-Lied" und "Caro mio ben" ein. Auch der riesige Samtpropeller, den er sich als Fliege umgeschnallt hat, liefert einen authentischen Staubfänger-Eindruck der 70er Jahre (die in West-Deutschland nicht viel anders aussahen).

Und für das untergegangene Große Rundfunkorchester Berlin (unter Robert Hanell) ist die Platte schon sowieso ein klingendes Denkmal. Köstlich!

Kai Luehrs-Kaiser, rbbKultur

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