Giacomo Meyerbeer: Alimelek oder Wirt und Gast © Sterling
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Oper - Giacomo Meyerbeer: "Alimelek oder Wirt und Gast"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Die Corona-Zeit war auch eine kritische Phase für die Klassiklabel – schließlich konnte von 2020 an bis weit in dieses Jahr hinein nicht in dem Umfang Musik aufgenommen werden, wie es ursprünglich geplant war. Viele behalfen sich, indem sie in die Archivkiste griffen – so veröffentlicht das Label Sterling jetzt eine Oper von Giacomo Meyerbeer, die bereits 2010 vom SWR aufgenommen wurde.

"Alimelek oder Wirt und Gast" ist eindeutig keine große Erfolgsoper Meyerbeers, aber eine echte Entdeckung. Souverän und elegant bringt der 23-jährige Meyerbeer orientalisches Kolorit in die Musik seiner 'Jugendoper'. Man kann über seinen Einfallsreichtum nur staunen – gerechtigkeitshalber muss aber erwähnt werden, dass er sich eng mit seinem Freund Carl Maria von Weber beraten hat, beide komponierten damals an orientalischen Opern und waren in engem Austausch.

Alle drei Hauptakteure bei dieser Aufnahme - Jan Kobow, Britta Stallmeister und Lars Woldt – sind perfekt besetzt, sowohl gesungen als auch gesprochen versteht man jedes Wort. Ola Rudner am Pult und der Chamber Choir of Europe lassen die wundervolle Instrumentierung leuchten - ein Volltreffer im Genre 'Deutsche Oper'.

Matthias Käther, rbbKultur

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