Johann Simon Mayr: Elena © Naxos
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Opera Semiseria in zwei Akten - Johann Simon Mayr: "Elena"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Deutsche Komponisten zieht es oft und gern nach Italien – viele haben dort gelernt: Händel, Gluck, Meyerbeer. Aber wenige sind für immer dageblieben: Simon Mayr etwa, dem das Label Naxos in den letzten Jahren eine ganze Reihe von CDs gewidmet hat. Jetzt ist seine Oper "Elena" dort erschienen.

Mayr, den man irgendwo zwischen Mozart und Rossini einordnen muss, kam als junger Mann um 1790 nach Italien und war als Opernkomponist für kurze Zeit ein Topstar, der als Befreier und Modernisierer der Oper bejubelt wurde - bis Rossini kam.

Seine "Elena" ist eine Rettungsoper, wieder mal geht es um eine Frau in Männerkleidern - wie in Fidelio - kein Wunder, die Vorlage stammt ebenfalls von Bouilly.

Doch diese Aufnahme enttäuscht. Franz Hauk und sein Mayr-Ensemble klingen müde und konzertant und die Opera semiseria, also eine halbernste Oper, wird mit erschreckender Unlustigkeit vorgetragen.

Matthias Käther, rbbKultur

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