Wolfgang Amadeus Mozart: Konzertarien; Lisette Oropesa © Pentatone
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Konzertarien von Wolfgang Amadeus Mozart - Lisette Oropesa: "Ombra Compagna"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Alben mit Mozart-Arien gibt es wie Sand am Meer - meistens handelt es sich dann aber um Ausschnitte aus seinen Opern. Dass eine Sängerin oder ein Sänger eine CD nur mit schwierigen, koloraturgespickten Konzertarien von Mozart bestückt, ist relativ selten. Die amerikanische Sopranistin Lisette Oropesa hat es nun gewagt und präsentiert beim Label Pentatone "Ombra Compagna".

Am Pult steht ein in Berlin und Brandenburg wohlbekannter Dirigent: Antonello Manacorda, Chef der Kammerakademie Potsdam.

Sich an die teuflisch schwierigen Stücke überhaupt zu wagen – dafür gibt es schon mal einen Respekt-Punkt. Lisette Oropesa ist dabei ganz auf der Höhe - sie singt die teuflischen Koloraturen und Oktavsprünge mit einem Gleichmut, als wäre ihr gar nicht bewusst, dass das schwer ist. Allerdings klingt Mozart bei ihr auch immer etwas düsterer, als er wirklich ist, was die gewitzteren Stücke manchmal etwas verzerrt und eintrübt.

So passt sich auch das Barockensemble Il Pomo d’Oro dem elegischen Temperament der Sängerin an und ist im Lyrischen großartig, im Dramatischen mitunter etwas gedämpft.

Matthias Käther, rbbKultur

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