George Gershwin: Porgy and Bess - Hightligh © Pentatone
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Oper - George Gershwin: "Porgy and Bess" - Highlights

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

"Porgy and Bess" gehört zu den Meisterwerken der amerikanischen Musik – neben der "Rhapsody in Blue" ist es George Gershwins berühmtestes Werk. So wahnsinnig viele Aufnahmen gibt es aber gar nicht. Jetzt ist das Label Pentatone in die Bresche gesprungen und hat einen Querschnitt der Oper vorgelegt: Ein "Instant-Porgy" von 67 Minuten mit "Highlights".

Das Problem dieses Opern-Querschnitts ist, dass man versucht hat, nicht der üblichen Opernroutine zu verfallen und zusammenzudampfen - sprich: die vielen Romanfiguren zu vier Leuten zu fusionieren. Das mag ökonomisch sein, war aber nicht die Intention Gerswins.

Angel Blue ist ein Volltreffer: Eine satte große Stimme und auch die meisten anderen Sänger sind - bis auf Lester Lynch als Porgy - gut gewählt.

Der Dirigentin Marin Alsop kann man nicht vorwerfen, dass sie unelegant dirigiert. Man kann ihr aber durchaus vorwerfen, dass sie zu elegant dirgiert: Durch diese ganze Aufnahme weht ein falscher Ton, eine Art verklebte Pathetik.

Matthias Käther, rbbKultur

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