Ludwig van Beethoven: Fidelio © Pentatone
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Oper - Ludwig van Beethoven: "Fidelio"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Conona hat es fast unmöglich gemacht, das Beethoven-Jahr 2020 so zu feiern, wie es ursprünglich geplant war - also sind wir mit diversen Verzögerungen immer noch im Beethoven-Jahr. Auch ein neuer "Fidelio" ist erschienen: beim Label Pentatone unter der Leitung von Marek Janowski.

Was sofort positiv auffällt, ist die Textverständlichkeit. Sie übertrifft bei dieser Aufnahme sogar manche Klassiker. Auch die von Katharina Wagner und Daniel Weber genial gekürzten Dialoge tragen dazu bei, dass man dranbleibt.

Einige Risse weist die Aufnahme dennoch auf: Christian Elsner als Florestan scheitert wie die meisten Tenöre in der Schlusspassage seiner großen Kerkerarie, der Chor klingt zuweilen etwas breiig und die Norwegerin Lise Davidsen wirkt hier völlig fehl am Platz.

Marek Janowskis "Fidelio" ist zu konventionell dirigiert, allerdings versagt er als "Sängerdirigent" nie: Die Sänger*innen steht an erster Stelle, das Beethoven-Orchester drängelt sich nirgendwo vor, auch das ist eine Tugend.

Matthias Käther, rbbKultur

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