Gioacchino Rossini: Petite Messe Solenelle © Arcana
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Messe - Gioachino Rossini: Petite Messe Solennelle

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Wer an Rossini denkt, der denkt sicher an die Oper – doch Rossini hat auch einige wichtige Kirchenwerke geschrieben. Das ungewöhnlichste und letzte ist jetzt erstmals - nach über 150 Jahren - in kritischer Editon beim Label Arcana erschienen – die Petite Messe Solennelle, zu deutsch: kleine feierliche Messe.

Wie auch im Stabat Mater kann Rossini den Opernkomponisten nicht verleugnen - viele der ausgedehnten solistischen Passagen sind von der Opernästhetik beeinflusst.

Die Solist:innen bei dieser Aufnahme sind - mit Ausnahme von Sandrine Piau - eher unbekannt, aber allesamt gute Sänger:innen - und mit Edgardo Rocha ist ein herrlich leuchtender Tenor dabei. Solstisch ist diese Neuproduktion eine einzige Freude.

Doch es drängen sich auch Fragen auf: Warum "kleine Messe", wenn die CD 87 (!)
Minuten lang ist? Und braucht man diese Fassung mit zwei Klavieren, wo Rossini doch eine
Orchestrierung nachgereicht hat?

Matthias Käther, rbbKultur

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