César Franck: Hulda © Naxos
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Oper - César Franck: "Hulda"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

César Franck war kein routinierter Musikdramatiker. Wohl aber ein hochsensibler, kluger Komponist, ein vielbewunderter Experte mit feinen Antennen für alle großen Modeströmungen seiner Zeit.

Seine posthum uraufgeführte Oper "Hulda" ist ein bisschen so etwas wie Paprika im Schokoladenmantel: Die brutale Geschichte einer rachsüchtigen Skandinavierin im 14. Jahrhundert klingt eine Spur zu sehr nach Salon. Das hätte eher ein Strawinsky adäquat vertont. Oder, ganz anders, Mascagni.

Trotzdem – eine unerhört vielschichtige, hochambitionierte Musik, dirigiert von einem der empathischsten Kenner der Epoche, den wir zur Zeit in Deutschland haben.

Matthias Käther, rbbKultur

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