Giuseppe Verdi: Macbeth © Dynamic
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Pariser Version 1865 in französischer Sprache - Giuseppe Verdi: "Macbeth"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Verdi hat sein Meisterwerk "Macbeth" knapp zwanzig Jahre nach der italienischen Uraufführung für eine Pariser Bühne gründlich revidiert. Diese Fassung ist heute allgemein gebräuchlich. Doch liegt der Fall ähnlich wie bei Wagners "Tannhäuser": Wo "Pariser Fassung" draufsteht, ist meistens keine drin. Weil man in Frankreich bekanntlich französisch spricht.

Das Opernhaus in Parma besann sich erstmals seit über 150 Jahren auf diesen Umstand und ließ wieder ganz authentisch französisch singen. Im Falle des französischen Baritons Ludovic Tézier in der Titelpartie eine gute Entscheidung.

Auch sonst wird gut gesungen – doch Roberto Abbado dämpft die Freude durch die wohl langweiligste Stabführung, die je auf Tonträgern dieser Oper zu erleben war.

Matthias Käther, rbbKultur

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