Johann Simon Mayr: "L'amor conjugale" © Aparté
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Farsa sentimentale in einem Akt - Johann Simon Mayr: "L'amor conjugale"

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Nein, das kleine Werk von 90 Minuten und ohne Chor ist kein zweiter Fidelio, trotz derselben Vorlage wie bei Beethoven. Es ist noch nicht mal eine wichtige Vorläuferoper, denn Beethoven orientierte sich an der "Leonora" von Paër .

Aber diese "Farsa sentimentale" ist kurzweilig und voll schöner Einfälle - und so lernt der Opernfan endlich in würdiger Umsetzung die erfolgreichste Variante der Story im frühen 19. Jahrhundert kennen. Und das in einer wesentlich überzeugenderen Interpretation als beim Label Naxos (2008): Kritische Ausgabe, stilsichere Musiker, die das Werk klingen lassen wie den späten Mozart, nicht wie den frühen Rossini.

Klar, eleganter geht immer, aber mit dieser Neueinspielung kann man sich für längere Zeit gut einrichten.

Matthias Käther, rbbKultur

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