Georg Friedrich Händel: Wassermusik © Pentatone
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B’Rock Orchestra unter Dmitry Sinkovsky - Georg Friedrich Händel: "Water & Fire"

Bewertung:

Eine Kritik von Bernhard Schrammek

Zwei der populärsten Händel-Werke sind auf dem neuesten Album des B’Rock Orchestra zu hören: die "Wassermusik" (1717) und die "Feuerwerksmusik" (1749). Das belgische Ensemble ist in bester Verfassung und erzeugt einen wunderbar transparenten, farbenreichen Klang. Allerdings werden den Musikern zum Teil viel zu schnelle Tempi abverlangt, die dem Charakter der Sätze widersprechen.

Nur schwer nachvollziehbar ist im Falle der "Wassermusik" außerdem die Anordnung der 22 Sätze, die hier der schon lange überholten Annahme folgt, Händel hätte das Werk in drei Suiten geordnet. Seit dem Fund eines Manuskripts 2004 ist die von Händel gewollte Reihenfolge in einer großen Suite unstrittig, sie wird aber in dieser Aufnahme völlig ignoriert, zumal auch noch (ehemals) Suite 2 vor Suite 1 steht.

Trotz sehr guter Leistung der Instrumentalisten überzeugt das Album damit nicht vollständig.

Bernhard Schrammek, rbbKultur

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