Margret Koell: Wondrous Machine © Accent
Bild: Accent

Werke Händel, Oswald und Dienz - Margret Köll u. Ensemble Between the Strings: "Wondrous Machine"

Bewertung:

Eine Kritik von Bernhard Schrammek

Das Harfenkonzert von Georg Friedrich Händel ist heute ein populärer Klassik-Ohrwurm. Doch wie könnte es zur Erstaufführung 1736 in London geklungen haben, als es als "Konzert für Harfe, Laute, Lyrichord und andere Instrumente“"angekündigt wurde?

Margret Köll, eine der besten Interpretinnen und Forscherinnen der barocken Harfen, hat für ihre neueste CD diese Besetzung rekonstruiert: Sie selbst spielt eine Welsh Triple Harp, Michele Pasotti die Laute und Sławomir Zubrzycki das Lyrichord, einer Art Drehleier in Cembaloform. Es ergibt sich dadurch ein ganz neuer und noch farbigerer Klang dieser Musik. Ergänzt werden die Händel-Werke durch Scottish Tunes von James Oswald, die den fließenden Übergang von Kunst- und Volksmusik unter Beweis stellen, und einer bemerkenswerten Auftragskomposition von Christof Dienz für diese spezielle Besetzung.

Dank der großen Spielfreude und technischen Perfektion aller Beteiligten ist dieses Album der "wondrous machine(s)" – ein absoluter Hinhörer – nicht nur für Fans außergewöhnlicher Barockinstrumente.

Bernhard Schrammek, rbbKultur

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