Louise Bertin: Fausto © Palazetto Bru Zane, Montage: rbbKultur
Palazetto Bru Zane, Montage: rbbKultur
Bild: Palazetto Bru Zane, Montage: rbbKultur

Oper - Louise Bertin: Fausto

Bewertung:

Eine Kritik von Matthias Käther

Opernkomponistinnen im 19 Jahrhundert – das war die absolute Ausnahme von der Regel. Und doch gab es sie – und allmählich werden sie wiederentdeckt. Das Label Palazetto Bru Zane präsentiert jetzt eine Faust-Oper von Louise Bertin, einer Pariser Komponistin, zu hören ist eine hochkarätig besetzte Produktion unter Stardirigent Christophe Rousset.

Vier Opern hat Louise Bertin hinterlassen, eine der wichtigsten war seit fast 200 Jahren bisher noch nie zu hören – Fausto, die erste Vertonung des Goethe-Werks überhaupt. Erstaunlich, zu welchen individuellen Lösungen Louise Bertin kommt – trotz aller Verneigungen in Richtung Belcanto. Im großen Opernjahr 1831 findet sie ihre eigene zuweilen überraschend harsche Stimme jenseits von Norma und Robert le Diable. Kongenial umgesetzt mit großen Sängerinnen und Sängern – und einem energischen Christoph Rousset, der unüberhörbar begeistert den unverwechselbaren Bertin-Sound herausarbeitet.

Matthias Käther, rbbKultur

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