Kitsch-Pudel (Foto: © imago-images/Charles Orr); Bearbeitung: rbbKultur
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Begriffe, Veränderungen, Seltsamkeiten - Des Pudels Kern - Theater leicht gemacht

Kennen Sie das: Sie hören eine Theaterrezension und ihnen klingeln vor Fachbegriffen die Ohren? Oder Sie haben sich beim Studieren des Programmhefts schon immer gefragt, was es eigentlich mit dieser Position "Dramaturgie" wirklich auf sich hat? Vielleicht stellen Sie auch fest, dass im heutigen Theater so viele Dinge anders sind als früher – aber warum, und wen fragen? Wir haben da etwas für Sie: unsere neue Serie "Des Pudels Kern – Theater leicht gemacht", in der die Theaterkritikerin Barbara Behrendt regelmäßig Begriffe, Veränderungen, Seltsamkeiten erklärt.

Begriffe, Veränderungen, Seltsamkeiten

Schauspieler lernt Text auf dem Schnürboden; © imago-images/Francesco Buttitta
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Des Pudels Kern | 8. Folge - Wie können sich Schauspieler nur so viel Text merken?

Es ist eine Frage, so alt wie das Theater selbst und für Zuschauerinnen und Zuschauer ein ewiger Quell der Faszination: Wie schaffen es Schauspieler, stundenlang auf der Bühne frei und ohne Manuskript zu sprechen? Schauspieler*innen rollen meistens mit den Augen, wenn diese Frage kommt. Warum eigentlich?

Was Sie schon immer über Theater wissen wollten, ...

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Vierte Wand – Scheinwerfer auf einer Bühne
dpa/blickwinkel/M. Gann

Des Pudels Kern | 7. Folge - Was ist die "Vierte Wand"?

"Der Schauspieler hat die Vierte Wand durchbrochen" – wer bei diesem Satz einen Spieler in Blaumann-Kostüm vor sich sieht, der mit Hammer und Meißel auf der Bühne eine Mauer einreißt, ist auf der falschen Fährte. Was eigentlich mit "der vierte Wand" gemeint ist, erläutert Barbara Behrendt.

Mann mit Laptop vor Theaterbühne mit geschlossenem Vorhang; © imago-images/Francesco Buttitta
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Des Pudels Kern | 5. Folge - Was macht eigentlich ein Dramaturg?

Das Wort "Dramaturg" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet eigentlich Dramenverfasser, Schauspieldichter. Aber der heißt im Deutschen ja Dramatiker. Wozu braucht es also diesen Beruf, ohne den die meisten Theater auf dem Globus ganz gut zurechtkommen? Laut John von Düffel, der eben jenen Beruf ausübt, weiß das nicht einmal der Dramaturg selbst.

Corinna Kirchhoff, "GESPENSTER" von Henrik Ibsen, Fotoprobe am 6.10. im Berliner Ensemble, Berlin, Premiere am 08.10.2020
dpa/POP-EYE/Christian Behring

Des Pudels Kern | 4. Folge - Sind Schauspieler wirklich traurig, wenn sie weinen?

Die Tränen, die der Schauspieler Ulrich Matthes vor gut zehn Jahren in Tschechows "Onkel Wanja" am Deutschen Theater vergossen hat, sind so berühmt geworden wie Jürgen Goschs berührende Inszenierung. "Echte Tränen" habe Matthes geweint, las man bei davon völlig erstaunten Kritikern. Aber was soll das sein: echte Tränen?

Julia Windischbauer und Alexander Khuon bei der Fotoprobe des Theaterstücks 'Maria Stuart' im Deutschen Theater. Berlin, 28.10.2020; © dpa/Geisler-Fotopress
dpa/Geisler-Fotopress

Des Pudels Kern | 3. Folge - Warum gibt es kein realistisches Bühnenbild mehr?

Ja, an traditionellen Häusern sieht man noch realistische Räume, die das soziale Milieu definieren, das Gezeigte in der Welt verorten. State of the art aber sind abstrakte Bühnen. Ein schwarzes Wasserbecken, in dem sich die Figuren spiegeln etwa. Eine Wand in der Bühnenmitte, die sich drehen lässt. Warum ist das so?

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