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Ode Deutsches Theater Kammerspiele © Arno Declair
Arno Declair

DT | Kammerspiele - Thomas Melle: "Ode"

Was darf die Kunst? Welche Grenzen sind ihr gesetzt und was ist das überhaupt – ein Kunstwerk? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Stücks und es werden auch verwirrend viele Antworten gegeben. Der Autor wünscht sich, dass die Zuschauer im Anschluss an die Vorstellung miteinander diskutieren. Er will keine Standpunkte vorgeben, sondern Denkprozesse auslösen. Es könnte ihm gelingen …

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Emanuel Gat: "Sunny" © JUBAL BATTISTI
JUBAL BATTISTI

Staatsballett Berlin in der Volksbühne - Emanuel Gat: "Sunny"

Gerade erst hatte das Berliner Staatsballett einen umjubelten Premierenabend in der Staatsoper Unter den Linden ("EKMAN | EYAL"). Jetzt, genau neun Tage danach, gab es schon die nächste Premiere: "Sunny" heißt das Stück des ursprünglich aus Israel stammenden Choreografen Emanuel Gat.

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BERLINER ENSEMBLE/“Stunde der Hochstapler“ von Alexander Eisenach, Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Amely Joana Haag
© Matthias Horn

Berliner Ensemble | Kleines Haus - Stunde der Hochstapler. Das Krull-Prinzip

Manchmal lässt einen ein Gedanke einfach nicht mehr los. Autor und Regisseur Alexander Eisenach jedenfalls scheint wie besessen von der Idee zu sein, dass wir alle nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden können und das ganze Leben nur noch eine einzige Hochstapelei ist. Nachdem er sich im Großen Haus des Berliner Ensembles einen Abend lang mit "Felix Krull" beschäftigt und den von Thomas Mann erfundenen Schwindler als Spiegelbild des modernen Menschen vorgeführt hat, legt er jetzt nach: "Stunde der Hochstapler. Das Krull-Prinzip" heißt das Stück, das er verfasst und am Wochenende am Kleinen Haus zur Uraufführung brachte.

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DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS © Gianmarco Bresadola
Gianmarco Bresadola

Schaubühne - "Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht

Der Regisseur Peter Kleinert ist Professor für Regie und Angewandte Dramaturgie an der Berliner Schauspielschule Ernst Busch. Seit Jahren inszeniert er an der Schaubühne Abende mit seinen Studierenden. Brecht hat es ihm dabei angetan: "Der gute Mensch von Sezuan" stand in seiner Regie auf dem Spielplan, "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" und "Die Mutter". Nun folgt Brechts "kaukasischer Kreidekreis".

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Volksbühne, Berlin "legende" von Ronald M. Schernikau, Uraufführung: 11.12.2019, Regie: Stefan Pucher, Bühne: Barbara Ehnes, Kostüme: Annabelle Witt, Licht: Kevin Sock, Musik: Christopher Uhe, Video: Rebecca Riedel, Dramaturgie: Malte Ubenauf, Musiker: Chikara Aoshima, Réka Csiszér, Michael Mühlhaus, mit: Sólveig Arnarsdóttir, Rosalie Bergel / Leander Kissiov, Leander Dörr, Sarah Franke, Sebastian Grünewald, Ueli Jäggi, Robert Kuchenbuch, Elisa Plüss, Emma Rönnebeck, Milena Arne Schedle, Dieter Rita Scholl, Katharina Marie Schubert, Sylvana Seddig, Nicolaas van Diepen, © Thomas Aurin
Thomas Aurin

Volksbühne - "legende" – nach dem Roman von Ronald Schernikau

Als Ronald Schernikau 1980 sein erstes Buch veröffentlichte, war er noch Abiturient an einem niedersächsischen Gymnasium: Die "Kleinstadtnovelle" war sein literarisches Coming-out als Homosexueller und Kommunist. Schernikau ging nach West-Berlin, wurde Mitglied der "Sozialistischen Einheitspartei", studierte ein paar Semester am Institut für Literatur in Leipzig und übersiedelte – kurz vor dem Mauerfall – in die DDR. 1991 starb Schernikau an AIDS und hinterließ seinen Freunden ein gigantisches Manuskript, sein "Opus Magnum", an dem er jahrelang gearbeitet hatte und das 8 Jahre nach seinem Tod – und nur gedruckt auf Vorbestellung – in einem Kleinverlag herauskam, bis es völlig vom Markt verschwand. So wurde der Roman "Legende" selbst zur Legende. Jetzt hat der "Verbrecher Verlag" das 1000-seitige Buch neu herausgebracht. Regisseur Stefan Pucher hat zugegriffen und seine eigene Theaterfassung geschrieben.

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Ekman: LIB © Jubal Battisti
Jubal Battisti

Staatsoper Unter den Linden - Staatsballett Berlin: EKMAN | EYAL

Doppelte Uraufführung beim Berliner Staatsballett. Mit Sharon Eyal und Alexander Ekman ist es dem Staatsballett gelungen, zwei international sehr gefragte Künstler nach Berlin zu holen, beide haben erstmals Stücke für das Staatsballett entwickelt. Gestern Abend war Premiere von "Ekman / Eyal" in der Staatsoper Unter den Linden.

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Zu der Zeit der Königinmutter von Fiston Mwanza Mujila | Regie: Charlotte Sprenger © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater | Box - "Zu der Zeit der Königinmutter"

Vor fünf Jahren hat der kongolesische Autor Fiston Mwanza Mujila seinen ersten Roman veröffentlicht – und landete damit auf der Longlist für den Man-Booker-International-Prize. "Tram 83" spielt in einer Bar, in der gesoffen, Musik gemacht, geprügelt und gevögelt wird. Eine rohe, gewalttätige, pulsierende Welt. Mujilas Theaterstück "Zu der Zeit der Königinmutter" spielt nun wieder in einer Bar, irgendwo im Nirgendwo. Am Deutschen Theater Berlin ist es zum ersten Mal in Deutschland inszeniert worden.

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Berliner Ensemble, "Glaube und Heimat", v.l. Gerrit Jansen, Stefanie Reinsperger, Barbara Schnitzler, Andreas Döhler (Quelle: Matthias Horn)
Matthias Horn

Berliner Ensemble - "Glaube und Heimat"

Glaubenskrieg – da mag man an den Islamischen Staat und den Völkermord an den Jesiden denken, an die Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten oder an die verfolgten Uiguren in China. Doch auch mitten in Europa, in Österreich, wurden noch im 19. Jahrhundert Protestanten vertrieben oder getötet, wenn sie nicht zum Katholizismus übertreten wollten.

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"Die Anderen" von Anne-Cécile Vandalem Regie: Anne-Cécile Vandalem © Arno Declair
Arno Declair

Schaubühne am Lehniner Platz - "Die Anderen"

Krimi und Thriller – das sind Genres, auf die man im Fernsehen und in der Literatur zuhauf stößt. Auf der Theaterbühne ist so ein richtiger Gruselschocker selten. Die belgische Theaterregisseurin Anne-Cécile Vandalem ist dafür allerdings Expertin. Mit einer Mischung aus Film und Theaterspiel bringt sie ihre eigens geschriebenen Thriller auf die Bühne. An der Schaubühne waren bisher Gastspiele von ihr zu sehen, jetzt hat Vandalem zum ersten Mal ein Stück mit dem dortigen Ensemble inszeniert.

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Staatstheater Cottbus: FAUST © Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Faust"

Goethes "Faust" gilt als nationales Kulturgut. Am Staatstheater Cottbus hat Jo Fabian ein Projekt begonnen, bei dem er erst den Originaltext und dann das Gegenteil inszenieren will: "Faust" und "Antifaust" heißen die beiden Produktionen. Die erste hatte nun Premiere …

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