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  • Gorki Theater: Anna Karenina oder Arme Leute © Ute Langkafel, MAIFOTO
    Ute Langkafel, MAIFOTO

    Gorki Theater - "Anna Karenina oder Arme Leute"

    Oliver Frljić eröffnete gestern die große Bühne mit einem doppelgleisigen Abend. "Anna Karenina oder arme Leute" heißt das Stück, in dem er die zwei großen Romanciers Tolstoi und Dostojewski aufeinandertreffen lässt.

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  • Uckermärkische Bühnen Schwedt: "Nürnberg"; © Udo Krause/UBS
    Udo Krause/UBS

    Uckermärkische Bühnen Schwedt - "Nürnberg"

    Schwedt liegt näher an Stettin als an Berlin. Deshalb blickt die Leitung der Uckermärkischen Bühnen schon lange nach Osten. Da passt es, dass zur Spielzeiteröffnung ein Stück auf dem Programm steht, dass sich mit der jüngeren Geschichte Polens auseinandersetzt.

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  • Volksbühne: Eine Odyssee, hier: Daniel Nerlich (Odysseus); © Vincenzo Laera
    Vincenzo Laera

    Volksbühne - "Eine Odyssee"

    Die Pause reicht gerade, um sich notdürftig zu erholen vom akustischen und visuellen Overkill der vergangenen beiden Stunden. Zuletzt hatte Jella Haase so ausdauernd nach "Gerechtigkeit!" geschrien, dass man selbst als Verteidiger derselben ihre glitzernde Bling-Bling-Helena gern – nur kurz! – zum Schweigen gebracht hätte.

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  • Deutsches Theater: Ausweitung der Kampfzone, hier: Marcel Kohler, Samuel Finzi; © Arno Declair
    Arno Declair

    Deutsches Theater - "Ausweitung der Kampfzone"

    Der erste Roman, den der französische Lyriker Michel Houellebecq 1994 veröffentlichte, machte ihn schlagartig zum Skandalautor: "Ausweitung der Kampfzone". Houellebecq beschreibt darin brutal und lakonisch die Einsamkeit und Gefühlsunfähigkeit der liberalen westlichen Gesellschaft.

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  • Schaubühne: "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth, Regie: Thomas Ostermeier; hier: Moritz Gottwald und Jörg Hartmann; © Arno Declair
    Arno Declair

    Schaubühne am Lehniner Platz - "Jugend ohne Gott"

    "Jugend ohne Gott" des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth aus dem Jahr 1937 ist noch immer aktueller Lesestoff. Das Buch wurde mehrfach verfilmt, es gibt Hörspiele und etliche Bühnenfassungen. An der Schaubühne hatte nun eine neue Bearbeitung von Thomas Ostermeier und Florian Borchmeyer Premiere.

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Weitere Rezensionen

Berliner Ensemble: Baal; © Birgit Hupfeld
Birgit Hupfeld

Berliner Ensemble - "Baal"

Baal ist ein Künstler zwischen Genie und Wahnsinn, ein Poet, ein Rockstar, ein Außenseiter. Am Berliner Ensemble hat Ersan Mondtag das Stück inszeniert – ein "Baal" ist er natürlich nicht, aber der junge Star-Regisseur ist durchaus bekannt als Enfant Terrible und für seine schlechten Manieren auf den Proben.

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Schaubühne am Lehniner Platz: The Human Condition © Gianmarco Bresadola
Gianmarco Bresadola

Schaubühne am Lehniner Platz - "The Human Condition"

Die Schaubühne eröffnet die neue Spielzeit mit Patrick Wengenroth. Er widmet sich dem Denken Hannah Arendts, das den Menschen stets von seinen Möglichkeiten her begreift und nicht von seinen Grenzen. Zu abstrakt?

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Deutsche Theater: Lear © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater - "Lear"

Die neue Spielzeit am Deutschen Theater wird mit Shakespeares "Lear“ eröffnet. Der Regisseur Sebastian Hartmann und sein Ensemble verbinden "Lear" mit Wolfram Lotzs Sprechstück "Die Politiker". Gut kombiniert?

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deufert&plischke: "Liebestod"
Dieter Hartwig

Tanz im August | Sophiensaele - deufert & plischke: "Liebestod"

Eine Choreographie über die Liebe, ein Tanzstück voller Geschichten über die Liebe, das noch dazu "Liebestod" heißt. Da wäre einiges zu erwarten, allerdings inszeniert das Künstlerduo "deufert & plischke" ein spannungsarmes Dahinplätschern.

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nora chipaumire: #PUNK 100% POP *N!GGA; © Ian Douglas
Ian Douglas

Tanz im August | Sophiensæle - nora chipaumire: "#PUNK 100% POP *N!GGA"

Punk-Musik von Patti Smith, Pop-Musik von Grace Jones und Musik aus Simbabwe und dem Kongo – das waren einige der Inspirationsquellen für die Choreografin Nora Chipaumire aus Simbabwe und New York. Ihre Arbeit war im letzten Jahr umstritten, diesmal könnte es wieder so kommen.

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Gorki Theater "Herzstück" © Ute Langkafel MAIFOTO
Ute Langkafel MAIFOTO

Gorki Theater - "Herzstück"

Die neue Spielzeit startet das Maxim Gorki Theater mit einem neuen Spielort, dem CONTAINEЯ auf dem Vorplatz des Theaters. Fast 200 Zuschauer haben dort Platz und konnten am Samstag die erste Premiere der Saison sehen: Heiner Müllers Mini-Drama "Herzstück".

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Jérôme Bel: Isadora Duncan; © Arnold Genthe
Arnold Genthe

Tanz im August | Deutsches Theater - Jérôme Bel: "Isadora Duncan"

Tanz-Geschichte und Tanz-Gegenwart – der Tanz im August zeigt beides. Und so ist neben der Retrospektive zu Deborah Hay und der Erinnerung an Merce Cunningham nun auch der Tanz von Isadora Duncan zu sehen, re-inszeniert von einem der bedeutendsten Choreografen der Gegenwart: Jérôme Bel.

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Berliner Ensemble: Felix Krull – Stunde Der Hochstapler; hier: Marc Oliver Schulze; © JR/Berliner Ensemble
JR/Berliner Ensemble

Berliner Ensemble - "Felix Krull – Stunde der Hochstapler"

Schauspieler, die zu Präsidenten gewählt werden. Präsidenten, die von „alternativen Fakten“ sprechen, oder Doktortitel, die per Plagiat erworben werden: Man könnte meinen, es ist eine gute Zeit für – auch politische – Hochstapler.

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Latifa Laâbissi: "White Dog"; © Nadia Lauro
Nadia Lauro

Tanz im August | HAU2 - Latifa Laâbissi: "White Dog"

Um Fluchtbewegungen und Ausweichmanöver als Formen eines poetischen Kampfes – darum soll es im neuen Stück der französischen Choreografin Latifa Laâbissi gehen: "White Dog" hatte gestern Deutschland-Premiere beim Tanz im August.

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Par B.L.eux/Benoît Lachambre & Sophie Corriveau: Fluid Grounds; © Dajana Lothert
Dajana Lothert

KINDL | HAU2 | HAU3 - Tanz im August - 1. Wochenende

Am ersten Wochenende des Tanzfestivals waren insgesamt vier Choreografien sowie drei Installationen und Ausstellungen zu sehen, verteilt über die ganze Stadt – Überraschungen und Kuriositäten.

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Deborah Hay: Animals on the Beach; © Camille Blake
Camille Blake

HAU1 - Tanz im August - Festivaleröffnung

Der Tanz im August hat begonnen, das größte und wichtigste Tanzfestival in Deutschland und das in diesem Jahr mit 31 Tanzproduktionen, darunter sieben Uraufführungen und 18 Deutschland-Premieren – ein riesiges Programm!

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Nach dem Kuss, Globe Ensemble Berlin, 2019 (Quelle: Magdalena Thalmann und Ted Siebert, Globe Berlin)
M. Thalmann, T. Siebert, Globe Berlin

Globe.Berlin - "Nach dem Kuss"

Berlin könnte bald ein Globe-Theater haben – eine kreisrunde Shakespeare-Bühne mit offenem Dach soll im nächsten Sommer auf der Charlottenburger Mierendorff-Insel eröffnet werden. Schon jetzt steht dort ein provisorisches Theater, das ein Gefühl dafür vermitteln soll, was in dem neuen Haus alles möglich ist …
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"Was ihr wollt" beim Seefestival Wustrau
seefestival.com

SEEFESTIVAL WUSTRAU - "WAS IHR WOLLT"

Das Seefestival Wustrau stellt anlässlich des Fontanejahres und zum eigenen 15-jährigen Bestehen den Theaterkritiker Fontane in den Fokus der Open Air Saison. In der Verwechslungskomödie "Was ihr wollt" von William Shakespeare agiert dieser - gespielt von Otto Mellies - in der Figur des Narren.

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Tanzfabrik in der Möckernstraße in Berlin in der Möckernstraße in Berlin
imago/Christian Thiel

Eröffnung Open Spaces Sommer Tanz - Suddenly: "Esprit"

Die Geschäfte in Shopping Malls, Einkaufzentren, Bahnhöfen und Flughäfen sehen letztlich alle gleich aus. Dieselbe Architektur, dieselben Marken, dieselbe Musik und Konsumtempel-Atmosphäre. Mit diesem Immergleichen beschäftigt sich die neue Tanzperformance der Gruppe "Suddenly". Am 11.07. war Uraufführung des neuen Stückes "Esprit" bei der Eröffnung des Open-Spaces-Sommer-Tanz-Festivals der Berliner Tanzfabrik in den Uferstudios in Berlin-Wedding.

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Hau 2 | Moved by the Motion: Sudden Rise © Paula Court/EMPAC
Paula Court/EMPAC

The Present is not enough | HAU - Moved by the Motion: "Sudden Rise"

"Moved by the Motion" heißt ein amerikanisches Performance-Kollektiv, das es hierzulande noch zu entdecken gilt. Ihr aktuelles Stück "Sudden Rise" war gestern im Berliner Hebbel am Ufer als Europapremiere zu sehen, beim HAU-Festival "The Present is not enough".

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©Hebbel am Ufer/ Yazeed
Yazeed

Hebbel am Ufer - HAU 2 - "Black Privilege"

Die südafrikanische Tänzerin und Choreographin Mamela Nyamza ist gerade zu Gast beim Berliner Hebbel am Ufer, beim Festival „The Present is not enough“, mit Tanz, Performance und Installationen von Künstlern aus aller Welt. Mamela Nyamza gilt als eine der wichtigsten Tanzkünstlerinnen Südafrikas und zeigt ihr aktuelles Stück „Black Privilege“, „Schwarze Privilegien“.

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Ein Sommernachtstraum © Staatstheater Cottbus/ Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Ein Sommernachtstraum"

Es gibt Theaterstücke, die gehören zur DNA dessen, was gerne als "Abendland" bezeichnet wird. "A Midsummernight‘s Dream" von William Shakespeare dürfte eines der am häufigsten gespielten Dramen auf europäischen Bühnen sein. Und es inspiriert bis heute nicht nur Regisseure und  Komponisten, sondern auch Choreographen zu unterschiedlichsten Umsetzungen.

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Schaubühne am Lehniner Platz: Prometheus; hier: Florian Anderer, Carol Schuler; © Thomas Aurin
Thomas Aurin

Schaubühne am Lehniner Platz - "Prometheus"

Prometheus ist wahrlich kein Unbekannter in der griechischen Mythologie: Er bringt den Menschen das Feuer, obwohl Göttervater Zeus es ihm verboten hat. Zur Strafe wird er an den Kaukasus gekettet und täglich von einem Adler malträtiert – bis Herakles ihn eine Ewigkeit später befreit. Keine lustige Geschichte also. Eigentlich.

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Theater Thikwa: Extremities; © Florian Krauss
Florian Krauss

Theater Thikwa - "Extremities"

Seit seiner Gründung 1991 steht das Berliner Theater Thikwa für lustvolles, poetisches und politisches Theater von und mit Menschen ohne und mit Behinderungen. Gestern Abend hatte eine neue Choreografie Premiere: "Extremities".

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Der Club der toten Döner; © Prime Time Theater
Prime Time Theater

Prime Time Theater - "Club der toten Döner"

Seit 15 Jahren nimmt das Prime Time Theater mit seiner Bühnensitcom "Gutes Wedding, schlechtes Wedding" den Kiez liebevoll parodistisch aufs Korn. Trotz Insolvenz hat es nun die 123. Folge herausgebracht: "Der Club der toten Döner"
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Bühnenszene: "SPATZ UND ENGEL"
Barbara Braun/drama-berlin.de

Renaissance Theater - "Spatz und Engel"

Edith Piaf und Marlene Dietrich sind Ikonen der Musik- und Kino-Geschichte, Stoff für Märchen und Mythen. Der "Spatz aus Paris" und der "blaue Engel" aus der Verfilmung von Heinrich Manns "Professor Unrath" sind unvergessen. Das abenteuerliche Leben und die unzähligen Affären Diven regen die Fantasie von Künstlern und Fans immer wieder als neue an. Im Renaissance Theater werden die Jahrhundert-Sängerin Edith Piaf und die singende Schauspielerin Marlene Dietrich jetzt zu neuem Leben erweckt: "Spatz und Engel" heißt das von Torsten Fischer inszenierte Theaterstück mit Musik, das gestern Abend Premiere feierte.

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Szenefoto: "Lulu" a.d. volksbühne Berlin
Julian Röder

Volksbühne Berlin - "Lulu"

"So many things we need to unlearn" – "so viele Dinge, die wir verlernen müssen", singt die Musikerin Réka Csiszér, während im Schwarz-Weiß-Video Lilith Stangenberg als sexy Blondine mit King-Kong posiert. Klischierte Frauenbilder, soll das wohl heißen, die wir am besten aus dem Bewusstsein eliminieren. Stangenberg hält jetzt Namensschilder vor sich: Eva, Mignon, Katja, Lulu.

Bewertung:
Staatstheater Cottbus: EIN VOLKSFEIND
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Ein Volksfeind"

Jo Fabian, jetzt Schauspieldirektor am Staatstheater Cottbus, kommt ursprünglich aus der Berliner Off-Szene. Bekannt ist er dafür, dass er oft in Personalunion als Regisseur und Bühnenbildner, Choreograph, Sound- und Video-Designer alten und neuen Texten multiperspektivisch zu Leibe rückt und sie auf ihre zeitlose Dringlichkeit und politische Aktualität befragt. Seine viel diskutierte Inszenierung von Tschechows "Onkel Wanja" wurde für den "Faust"-Theaterpreis nominiert. Am Wochenende hat er sich nun mit dem Großmeister des Naturalismus, Henrik Ibsen, auseinandergesetzt und dessen Drama "Ein Volksfeind" auf die Bühne gebracht.

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Gastspiel Gogol Center: Who Is Happy In Russia
Ira Polyarnaya

Radar Ost am Deutschen Theater Berlin - "Who is happy in Russia"

Nach anderthalb Jahren wurde der Hausarrest des russischen Film, Opern- und Theaterregisseurs Kirill Serebrennikov aufgehoben – die internationale Kulturszene jubelte. Jetzt eröffnete eine Arbeit von Serebrennikov das Festival "Radar Ost" am Deutschen Theater, es ist der internationale Auftakt der Autorentheatertage dort. Die Inszenierung "Who is happy in Russia?" ist schon vor Serebrennikovs Inhaftierung am Gogol Center in Moskau entstanden.

Bewertung:
Berliner Ensemble: Max und Moritz nach Wilhelm Busch; © JR/Berliner Ensemble
JR/Berliner Ensemble

Berliner Ensemble - "Max und Moritz"

"Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich" – sechs Streiche lässt Wilhelm Busch seine beiden Übeltäter Max und Moritz aushecken, den siebten überleben sie nicht, Meister Müller schrotet sie, ziemlich grausam, in seiner Mühle. Und die Moral von der Geschicht? "Bosheit ist kein Lebenszweck."

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"Das grosse Heft", Staatsschauspiel Dresden
Sebastian Hoppe

Theatertreffen 2019 im Haus der Berliner Festspiele - "Das große Heft" nach dem Roman von Ágota Kristóf

Mit der Premiere von Ulrich Rasches Inszenierung "Das große Heft" nach dem Roman von Ágota Kristóf geht das 56. Theatertreffen zu Ende. Rasche ist damit zum dritten Mal in Folge zum Festival eingeladen. Seine Regie-Handschrift ist unverwechselbar: Auf gigantischen Maschinen, Laufbändern, Drehscheiben marschiert und skandiert ein Männerchor, dazu dröhnen die Bässe.

 

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"Tartuffe oder das Schwein der Weisen", Theater Basel
Priska Ketterer

Theatertreffen 2019 im Haus der Berliner Festspiele - "Tartuffe oder Das Schwein der Weisen"

Kaum war Molières Komödie "Tartuffe" 1664 uraufgeführt, wurde sie auch schon verboten: Der fromme Heuchler Tartuffe, der sich gar nicht an Gott ergötzt, sondern an Geld und Sex, empörte die katholische Kirche. Heute ist die einzige erhaltene und bereinigte Fassung auf vielen Bühnen zu sehen – Heuchler und solche, die ihnen erliegen, gibt es ja auch im 21. Jahrhundert zuhauf. "Tartuffe oder Das Schwein der Weisen" heißt die Basler Inszenierung, mit der die Regisseurin Claudia Bauer nun beim Theatertreffen gastiert, neu geschrieben von PeterLicht.

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"Erniedrigte und Beleidigte", Staatsschauspiel Dresden
Sebastian Hoppe

Theatertreffen 2019 im Haus der Berliner Festspiele - "Erniedrigte und Beleidigte"

Liebesirrungen und -wirrungen im St. Petersburg des 19. Jahrhunderts, Egoismus, Schulden, sozialer Abstieg – und dazwischen ein kränkelnder Dichter, der all das aufzuschreiben versucht. Das sind die Themen, die Dostojewski in seinem Großstadt-Roman "Erniedrigte und Beleidigte" umtreiben. Von der Handlung bleiben in Sebastian Hartmanns Bühnenversion am Staatsschauspiel Dresden wie üblich nur Bruchstücke – doch auch seine sonst suggestiven Assoziationsräume zeigen hier kaum Wirkung.

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„Dionysos Stadt“ Münchner Kammerspiele (Copyright:Julian Baumann)
Julian Baumann

Theatertreffen 2019 im Haus der Berliner Festspiele - "Dionysos Stadt"

Theater war in der Antike noch ein ganz anderes Ereignis als heute: Im alten Griechenland wurden die Dionysien, die Festspiele zu Ehren des Gottes Dionysos, als fünftägiges Fest gefeiert, mit kostenlosem Wein und einer finanziellen Entschädigung für den Verdienstausfall. Der Regisseur Christopher Rüping wollte dieses antike Theater in seiner Arbeit "Dionysos Stadt" wieder heraufbeschwören. Am Wochenende war sie beim Theatertreffen zu sehen und dauerte keine fünf Tage, sondern nur "schlappe" zehn Stunden.

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The Ugly Duckling
deutschestheater.de

Kammerspiele - The Ugly Duckling

"The Ugly Duckling" ist der Ausgangspunkt für eine Theaterproduktion, in der drei Berliner Dragqueens neben zwei Schauspielern und einer Schauspielerin des Deutschen Theaters auftreten.

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Szenenbild - Die Edda, Volksbühne
Katrin Ribbe

Volksbühne Berlin / Gastspiel Schauspiel Hannover - "Die Edda"

An der Volksbühne gastiert Thorleifur Örn Arnarssons "Edda", eine Inszenierung der isländischen Göttersaga, die der isländische Regisseur am Schauspiel Hannover erarbeitet hat. Ästhetisch eine Mischung aus vielen Dekonstruktionselementen.

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"Jeder stirbt für sich allein": Jon-Kaare Koppe, Katja Zinsmeister
Thomas M. Jauk

Hans Otto Theater Potsdam - "Jeder stirbt für sich allein"

Der Roman war lange vergessen, doch seit er im Jahr 2009 ins Englische übersetzt wurde, erlebt er eine Renaissance. Der Aufbau-Verlag brachte eine neue ungekürzte Fassung heraus, eine Verfilmung mit Emma Thompson lief 2016 auf der Berlinale und auch im Theater ist "Jeder stirbt für sich allein" wieder öfter zu sehen – nun auch am Hans-Otto-Theater in Potsdam.

Bewertung:
Jugend ohne Gott im Maxim Gorki Theater.
Ute Langkafel / Maxim Gorki Theater

Maxim Gorki Theater - "Jugend ohne Gott"

Überfordert von Plastikmüll und Klimawandel: Tina Müller hat auf der Grundlage des Horváth-Romans "Jugend ohne Gott" recherchiert, nach welchen Maßstäben junge Menschen heute leben – ein plausibles, aber schmales Generationenporträt, das Nurkan Erpulat mit energiegeladenen Spielern inszeniert.

Bewertung:
Szenebbild: BERLINER ENSEMBLE/Othello
© Katrin Ribbe

Berliner Ensemble - "Othello"

Dass Shakespeares "Othello" häufig auf den Theaterbühnen steht, hat auch mit den gegenwärtigen Rassismus-Debatten zu tun.

Bewertung:
"Auf Dich, Theo!": Franziska Melzer (links), Ulrike Beerbaum
Thomas M. Jauk

Hans Otto Theater Potsdam - "Auf Dich, Theo! Oder der Staub vergeht, der Geist besteht"

So viel Fontane war nie! Mit unzähligen Ausstellungen und Aufführungen, Büchern und Lesungen wird in diesem Jahr landauf, landab der 200. Geburtstag des großen Erzählers, passionierten Wanderers und wohl bedeutendsten Vertreters des deutschen Realismus gefeiert. Überall wird Leben und Werk des Dichters und Journalisten neu vermessen und gewürdigt.

Bewertung:
"Popular Mechanics" (Peking) | FIND festival 2019
Schaubühne © Luo Chuhui

Schaubühne Berlin | FIND festival - "Popular Mechanics"

Beim Festival Internationaler Neuer Dramatik in der Schaubühne -  kurz FIND -  ist erstmals auch eine chinesische Produktion zu Gast. In dem Stück "Popular Mechanics" lassen der Regisseur Li Jianjun und seine New Youth Group Figuren der Film- und Literaturgeschichte Gestalt werden, deren Geschichten sich mit denen der Bühnenakteure überlagern.

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Szenenfoto: "Die Umsiedlerinnen"
DT / Arno Declair

Deutsches Theater/Kammerspiele - "Die Umsiedlerin"

1961 erhielt Heiner Müller den Auftrag ein Stück über den Sozialismus in der DDR zu schreiben. Die Voraufführung von "Die Umsiedlerin" wurde zum Theater-Skandal. Tom Kühnel und Jürgen Kuttner blicken noch einmal neu auf das alte Stück.

 

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Charlys Tante: Langner, Majowski, Zikeli
DERDEHMEL/Urbschat

Schlosspark Theater - "Charlys Tante" von Brandon Thomas

Das Stück ist ein Klassiker der Travestiekomödie: "Charlys Tante" von Brandon Thomas wurde 1892 uraufgeführt und ist seitdem von den Spielplänen nicht mehr wegzudenken. Auch die Verfilmungen sind berühmt – in Deutschland vor allem die mit Heinz Rühmann und mit Peter Alexander. Am Berliner Schlossparktheater wird die Titelrolle von Markus Majowski
gespielt …  

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Trap Street © Richard Davenport
Richard Davenport

Schaubühne Berlin | FIND festival - "Trap Street"

In "Trap Street" beschäftigt sich die junge englische Theatergruppe Kandinsky mit einem fiktiven Plattenbau in London. Der wurde einst als idyllischer Ort des gemeinsamen sozialen Wohnens erbaut und  soll nun gesprengt werden.  

Bewertung:
Schaubühne Berlin/"abgrund": Isabelle Redfern
Arno Declair

Schaubühne Berlin - "abgrund" von Maja Zade

Das Stück "abgrund" von der Autorin Maja Zade hat der künstlerische Leiter der schaubühne Berlin, Thomas Ostermeier, inszeniert – dabei sehr auf Effekte bedacht.

Bewertung:
Renaissance-Theater Berlin: "Nein zum Geld!" mit Sarah Bauerett (als Claire Carre, Richards Frau), Hans-Werner Meyer (als Richard Carre) und Erika Skrotzki (als Rose Carre, Richards Mutter); © Barbara Braun/drama-berlin.de
Barbara Braun/drama-berlin.de

Renaissance Theater - "Nein zum Geld"

Stellen Sie sich vor, Ihr Mann oder Ihr Sohn eröffnet Ihnen, dass er 162 Millionen Euro im Lotto gewonnen hat – das Geld aber aus idealistischen Gründen zurückgehen ließ. Kein April-Scherz! Das ist die Ausgangslage in Flavia Costes Stück "Nein zum Geld", das am Renaissance Theater seine deutsche Erstaufführung feierte.

Bewertung:
Gorki: Granma POSAUNEN AUS HAVANNA / METALES DE CUBA
Mikko Gaestel / Expander

Gorki-Theater - Granma. Posaunen aus Havanna

Mit seinem aktuellen Stück "Granma: Posaunen aus Havanna" lädt das Autoren-Regie-Team Rimini Protokoll zu einer dokumentarischen Zeitreise durch Kuba ein. 60 Jahre nach dem Sieg der kubanischen Revolutionäre befragt Regisseur Stefan Kaegi die Enkelgeneration nach ihrem Bezug zur Revolution.

Bewertung:
Volksbühne Berlin: "Immer noch Sturm"
Volksbühne Berlin / Armin Smailovic

Volksbühne Berlin - "Immer noch Sturm" von Peter Handtke

Das Thalia Theater Hamburg ist zu Gast in Berlin und zeigt - heute zum letzten Mal - Peter Handkes "Immer noch Sturm" an der Volksbühne Berlin. Das Familien- und Geschichtsdrama ist wohl Handkes persönlichstes Bühnenstück.

Bewertung:
BERLINER ENSEMBLE/"Der letzte Gast": v.l. Inka Friedrich, Sascha Nathan
JR Berliner Ensemble

Berliner Ensemble - "Der letzte Gast"

Wo beginnt das Fremde? Wie fremd darf man sein, wie stark muss man sich anpassen, um in einer Gesellschaft leben zu können?

Bewertung:
Szenenbild: Monsieur Pierre geht online
Michael Petersohn

Staatsoper Unter den Linden - "Monsieur Pierre geht online"

Die französische Filmkomödie läuft jetzt – in Uraufführung - als deutsche Theaterfassung am Kurfürstendamm im Schillertheater. Wie im Spielfilm geht es auch auf der Bühne um durchaus gewichtige Themen: Altern, Einsamkeit, Lebenslügen.

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Kompanie Cirk La Putyka: "Memories of Fools" im Chamäleon Theater; © Jakub Jelen
Jakub Jelen

Chamäleon Theater - Kompanie Cirk La Putyka: "Memories of Fools"

In diesem Jahr feiert das Chamäleon-Theater, das sich ausschließlich dem noch jungen Genre des Neuen Zirkus widmet, seinen 15. Geburtstag. Passend zum Jubiläum präsentiert nun die preisgekrönte Kompagnie Cirk La Putyka aus Prag sein neues Zirkustheater "Memories of Fools".

Bewertung:
Gorki Theater: Third Generation – Next Generation © Ute Langkafel/Maifoto
Ute Langkafel/Maifoto

Gorki Theater - "Third Generation – Next Generation"

Vor zehn Jahren löste das Stück "Dritte Generation" von Yael Ronen und ihrem Ensemble aus Israelis, Deutschen und Palästinenser*innen zum Teil heftige Debatten aus. Am Samstag feierte eine Neufassung Premiere.

Bewertung:
Deutsches Theater, Kammerspiele: der tempelherr © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater, Kammerspiele - der tempelherr

"The End" steht auf der großen Videoleinwand, die zu Beginn des Abends die Bühne verdeckt. Wie bei einem Filmabspann aus längst vergangenen Zeiten prangen die schwarz-weiß geschwungenen Buchstaben vor dem Geschehen, als habe man die Hauptsache längst verpasst.

Bewertung:
Der Schimmelreiter @ Hans Otto Theater Potsdam
Thomas M. Jauck

Hans Otto Theater Potsdam - "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm

Theodor Storms "Der Schimmelreiter" ist eine exemplarische Geschichte über den Kampf mit den rauen Naturgewalten, über den Konflikt von rationalem Denken und Aberglauben, von Vorwärtsdrängen und Tradition und über eine außergewöhnliche Liebe.

Bewertung:
Zeiten des Aufruhrs: nach dem Roman von Richard Yates
Arno Declair

Deutsches Theater - "Zeiten des Aufruhrs"

"Zeiten des Aufruhrs" heißt das Stück, das jetzt im Deutschen Theater Premiere hatte. Es ist die Bühnenfassung eines Romans des 1992 verstorbenen US-amerikanischen Autors Richard Yates.

Bewertung:
Szenenbild "Mörder und Mörderinnen"
DERDEHMEL/Urbschat

Schlosspark-Theater - Mörder und Mörderinnen

Eine albwitzige Hetzjagd durch den Dschungel der Großstadt und die Hölle der bürgerlichen Moral. Alles vollkommen sinnfrei, dafür aber ungemein witzig und temporeich.

Bewertung:
Szenebild "Black Maria"
Arno Declair

Deutsches Theater - Black Maria

Ein Stück gegen den Realismus und das große Drama. Denn der kleine Knacks kommt dem Leben doch viel näher als die große Tragödie.

Bewertung:
Szenenbild "In der Sache J. Robert Oppenheimer"
Arno Declair

Deutsches Theater - In der Sache J. Robert Oppenheimer

J. Robert Oppenheimer gilt als "Vater der Atombombe", zehn Jahre nach Hiroshima wurde jedoch seine Staatstreue angezweifelt. Heinar Kipphardt hat aus diesem Stoff  ein weltberühmtes Theaterstück gemacht, das der junge Erfolgsregisseur Christopher Rüping jetzt neu inszeniert hat.

Bewertung:
George Orwell: 1984
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "1984"

Eine der berühmtesten Dystopien über den Überwachungsstaat der Zukunft. Erstaunlich ist, dass es dem Regisseur trotzdem gelingt, Hoffnung zu vermitteln.

Bewertung:
Status Quo
Arno Declair

Schaubühne Berlin - Status quo

Satirisch zugespitzte Gesellschafts-Komödie - die über den Status Quo unserer Beziehungen und Machtverhältnisse leider nichts neues erzählt.

Bewertung:
Bühnenszene: Antigone
Arno Declair

Deutsches Theater | Box - Antigone

Ist Gehorsam wichtiger als Eigenverantwortung? Am Deutschen Theater wurde Sophokles’ Tragödie mit dem integrativen RambaZamba-Theater und einem Bürgerchor neu inszeniert. Leider ohne Zwischentöne.

Bewertung:
Volksbühne Berlin: Moby Dick © Vincenzo Laera
Vincenzo Laera

Volksbühne Berlin - "Moby Dick"

Seit Moby Dick ihm einst ein Bein ausgerissen hat, ist Kapitän Ahab getrieben von dem Wunsch nach Rache. Anita Vulesica hat ihre Textfassung von Melvilles Roman "Moby Dick" mit Studentinnen der Hoch­schule für Schauspielkunst Ernst Busch inzeniert.

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Berliner Volksbühne: The FIL on the hill Konzert und Standup © Daniel Porsdorf / Volksbühne Berlin
Daniel Porsdorf / Volksbühne Berlin

Volksbühne - "the FIL on the hill"

Er ist Comedian mit Plüschhai-Handpuppe, Comiczeichner und Musiker, der Urberliner Ex-Punk FIL. Seit einiger Zeit ist FIL aber quasi solo auf den Bühnen des Landes unterwegs - und jetzt an der Volksbühne Berlin. Dort präsentiert er sein aktuelles Programm "the FIL on the hill".

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"15. Original Roncalli Weihnachtscircus im Tempodrom" © dpa/Thomas Bartilla/Geisler-Fotopres
dpa/Thomas Bartilla/Geisler-Fotopres

Tempodrom - "Roncalli Weihnachtscircus"

Seit über 40 Jahren kümmert sich Bernhard Paul mit seinem Circus Roncalli darum, die Circus-Tradition aufrecht zu erhalten. Regelmäßig in der Weihnachtszeit können Circusfans ins Berliner Tempodrom gehen und dort den Roncalli Weihnachtscircus erleben.

Bewertung:
"Westend" am Deutschen Theater, Ulrich Matthes und Anja Schneider © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater - "Westend"

Moritz Rinke ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker in Deutschland, seine Stücke werden auf kleinen und großen Bühnen landauf landab inszeniert. Es sind oft doppelbödige Beziehungsgeschichten, die so oder ähnlich auch den Menschen zustoßen könnten, die im Publikum sitzen. Nach fünf Jahren Pause wurde nun am Deutschen Theater Rinkes neues Drama"Westend" uraufgeführt.

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Edgar Selge spielt in der Volksbühne die Hauptrolle in Michelle Houllebecqs "Unterwerfung" (Bild: Klaus Lefebvre)
Klaus Lefebvre

Volksbühne Berlin - Michel Houellebecq: "Unterwerfung"

Fast drei Stunden dauert der fulminante Monolog von Edgar Selge in der Theaterfassung von Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung". Karin Beier hat das Stück am Schauspielhaus Hamburg inszeniert. Edgar Selge wurde 2016 damit zum Schauspieler des Jahres gekürt.

Bewertung:
HE SHE ME FREE © Schaubühne Berlin
Gianmarco Bresadola

Schaubühne Berlin - "He? She? Me! Free."

Nach "thisisitgirl", einem Stück über zeitgenössischen Feminismus, und "Love Hurts In Tinder Times" über die Liebe in Zeiten der Dating-Apps ist nun ein neues Projekt von Patrick Wengenroth und Ensemble zu sehen. Es ist eine Produktion, die die komplexen Tiefen der Gender-Fluidität auslotet.

Bewertung:
Bühenbild "Viel gut essen"
Thomas M. Jauk

Hans Otto Theater Potsdam - "Viel gut essen"

Der Monolog eines deutschen Mannes mittleren Alters, der gegen Ausländer, Homosexuelle und emanzipierte Frauen wütet. Ein tieftrauriger Text über verunsicherte Menschen, die die Welt nicht mehr verstehen.

Bewertung:
Schlosspark Theater Berlin: Monsieur Claude und seine Töchter © DERDEHMEL/Urbschat
DERDEHMEL/Urbschat

Schlosspark Theater Berlin - "Monsieur Claude und seine Töchter"

Der französische Spielfilm "Monsieur Claude und seine Töchter" war weltweit ein Hit. Millionen sind ins Kino geströmt, auch in Deutschland. Kein Wunder, dass es eine Fortsetzung geben wird. Teil zwei soll Anfang nächsten Jahres in den Kinos laufen. Aber es gibt schon jetzt die Chance, Claude & Co. zu begegnen – im Theater, in Berlin, im Schlosspark Theater.

Bewertung:
Hans Otto Theater Potsdam: Pension Schöller © Thomas M. Jauk
Thomas M. Jauk

Hans Otto Theater Potsdam - "Pension Schöller"

"Pension Schöller" ist seit bald 130 Jahren ein Dauerbrenner des deutschsprachigen Theaters. In den letzten Jahren gab’s das Stück auch in Berlin und Brandenburg mehrfach, etwa traditionell an den Ku’damm Bühnen oder surrealistisch überhöht an der Berliner Volksbühne. Jetzt zeigt das Potsdamer Hans Otto Theater den Hit.

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Bühnenszene: "Persona"
Arno Declair

Deutsches Theater - "Persona"

Nach einem Auftritt als Elektra verfällt die Schauspielerin Elisabeth Vogler in rätselhaftes Schweigen. Die  junge Krankenschwester Alma erhält die ungewöhnliche Patientin zur Pflege. Zwei ungleiche Frauen verbringen nun gemeinsam ihre Zeit - bis die Situation kippt. Anne Bergmann inszeniert die Bühnenfassung des Ingmar Bergman-Filmes von 1966. Barbara Behrendt hat die Premiere gesehen. 

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Berliner Ensemble: Macbeth von Heiner Müller nach Shakespeare mit Sascha Nathan; © Matthias Horn
Matthias Horn

Berliner Ensemble - "Macbeth"

Man sagt, es bringe Unglück, Shakespeares "Macbeth" aufzuführen: Macbeth, der Heerführer, der seinen König niedermetzelt, um selbst an die Krone zu gelangen. Am Berliner Ensemble inszeniert Michael Thalheimer nun Heiner Müllers Bearbeitung des Dramas.

Bewertung:
Schaubühne Berlin: Italienische Nacht © Arno Declair
Arno Declair

Schaubühne Berlin - "Italienische Nacht"

Rechte Gruppen ziehen durch die Straßen und rufen faschistische Parolen, während die politische Linke sich in internen Grabenkämpfen zerlegt. Klingt wie ein politischer Tageskommentar – ist aber Ödön von Horváths Stück "Italienische Nacht" aus dem Jahr 1931. Thomas Ostermeier hat es an der Schaubühne inszeniert.

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Staatstheater Cottbus: Das kalte Herz mit Annegret Thiemann (Lisbeth) und Wolf Gerlach (Kohlenmunkpeter); © Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Das kalte Herz"

Nachdem der Köhler Peter Munk leichtfertig Haus und Hof im Wirtshaus verspielt hat, schließt der einen Pakt mit dem Bösen: Er tauscht sein Herz gegen einen kalten Stein und erhält im Gegenzug unermesslichen Reichtum.

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Drei Schwestern nach Anton Tschechow im Deutschen Theater zu Berlin (Bild: Arno Declair/DT)
Arno Declair/DT

Deutsches Theater Berlin - "Drei Schwestern"

"Nach Moskau, nach Moskau!" – Zwei Worte, und jeder Theatergänger weiß, worum es geht: um Tschechows "Drei Schwestern", die in der Provinz feststecken und von einem anderen Leben im Zentrum der Welt träumen.

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