Fridays for Future: Generalstreik am 20.09.2019 - #FFF; © Carsten Kampf

Klima-Woche - Alle(s) fürs Klima!?

Beim globalen Klimastreik am 20. September 2019 werden weltweit Millionen Menschen auf die Straße gehen. Am selben Tag soll das Klimapaket verabschiedet werden. Was bringt uns das? rbbKultur macht den Klimacheck.

Albrecht Selge, Anja Herzog und Steffen Jacobs © Wiebke Nieland
Wiebke Nieland

Ein Streitgespräch mit Albrecht Selge und Steffen Jacobs - Wie sinnvoll sind die "Fridays for Future"-Demos?

Am Freitag ist globaler Klima-Streik-Tag. Schon seit vielen Monaten streiken weltweit Schüler und Studenten für das Klima und ihre Zukunft. Jeden Freitag gehen sie während der Unterrichtszeit auf die Straße protestieren bei "Fridays for Future". Die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit ist enorm. Die Schriftsteller Albrecht Selge und Steffen Jacobs haben die Streiks von Beginn an verfolgt und bewerten sie sehr unterschiedlich.

Was ist Ihre Meinung zu den "Fridays for Future"-Demos? Diskutieren Sie mit!

Bernd Ulrich © Gregor Baron
Gregor Baron

Die Politik muss ran - Bernd Ulrich, Journalist

Warum haben wir uns so sehr in der wissenden Ignoranz eingerichtet? Das fragt sich der Politikredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, ganz besonders im Bezug auf den Klimawandel. Die Politik muss ran. Wie? Und was bringen Demonstrationen wie morgen? Darüber unterhält sich Bernd Ulrich heute im rbbKultur-Studio mit Peter Claus.
Cottbus: Schüler demonstrieren im Rahmen der Bewegung "Fridays for Future"; © dpa/Silke Nauschütz
dpa/Silke Nauschütz
"Fridays for Future" in der Lausitz

- Zukunft ohne Kohle

Die Lausitz ist Braunkohleland seit über 100 Jahren und die regionale Zukunft eine kontroverse Frage. Wer hier Umweltproteste organisiert, hat es schwer. Trotzdem haben Schüler*innen in Cottbus eine "Fridays for Future"-Gruppe gegründet. Nicolas Morgenroth hat sie in den letzten Monaten begleitet.

Volker Quaschning; © Silke Reents
Silke Reents
Im Gespräch: Volker Quaschning

- "Die Zukunft ist nachhaltig oder gar nicht."

Volker Quaschning ist ein "Scientist for Future". Einer, der die Schüler der "Fridays for Future"-Bewegung unterstützt. Der Berliner Professor für Regenerative Energiesysteme setzt sich schon seit Jahren für eine Änderung unseres Konsumverhaltens ein. Warum, darum geht es Matthias Bertsch im Gespräch mit dem Wissenschaftler.

Aktivistinnen beim Klimastreik; © imago images/Christoph Worsch
imago images/Christoph Worsch
"Auch der Klimawandel hat ein Geschlecht."

Wie hängen Gender und Klima zusammen?

Beim globalen Klimastreik am 20. September werden dieses Mal nicht nur Jugendliche protestieren, sondern Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Auch Feministinnen werden mitmachen, denn Klima und Frauenrechte hängen eng zusammen. Auf welche Weise – darüber spricht Franziska Walser mit Ulrike Röhr, Bauingenieurin und Dipl. Soziologin.

Auto-Auspuff
imago images / Panthermedia

Fast 50 deutsche Städte haben den Klimanotstand ausgerufen - Klimanotstand in den Städten

Knapp 44.000 Menschen haben in Berlin unterschrieben, den "Klimanotstand" für die ganze Stadt auszurufen. Ist dieser Begriff hilfreich im Strukturwandel für ein besseres Klima in der Stadt? Es diskutieren Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Grüne und Mitglied im Ältestenrat, Jürgen Kropp, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sowie Prof. Dr. Lamia Messari-Becker, Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik an der Universität Siegen.

Passagierflugzeug zieht Kondensstreifen hinter sich her © Silas Stein/dpa
Silas Stein/dpa
Keineswegs so harmlos, wie sie aussehen

Kondensstreifen heizen das Klima auf

Dass Kohlendioxid die Erderwärmung antreibt und damit den Klimawandel, ist bekannt. Jetzt haben Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) herausgefunden: Auch Kondensstreifen von Flugzeugen tragen erheblich zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Mit der Hauptautorin dieser Studie, Dr. Lisa Bock (DLR), spricht Andreas Knaesche.

Tobi Rosswog; © Matthias Bertsch
Matthias Bertsch
"Der Klimawandel wartet nicht auf meine Bachelorarbeit."

- Im Gespräch: Tobi Rosswog

Er war 22 Jahre alt, als er sein Studium hinwarf und all sein Geld verschenkte. Der Klimawandel warte nicht, bis er seine Bachelorarbeit geschrieben habe, so seine Begründung. Gut zwei Jahre trampte Tobi Rosswog durch Deutschland, lebte von Essensresten aus Supermarkt-Containern und hielt Vorträge darüber, wie Menschen zusammenleben können, ohne sich und die Natur zu zerstören.