Am Morgen des 20. Juni 1943, einem Sonntag, finden in Amsterdam große Razzien statt. Ganze Stadtviertel werden abgeriegelt und Juden werden aufgefordert, sich zu Sammelplätzen zu begeben. Viele Juden haben diese Aktion erwartet; ihr Gepäck steht schon an der Tür bereit. Familien kommen mit schwerem Gepäck zum Sportpark auf dem Olympiaplein, dem Sammelplatz im Süden von Amsterdam. © Herman Heukels, NIOD
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Topographie des Terrors - Fotografien: Verfolgung der Juden in den Niederlanden 1940 - 1945

In Fotografien zeigt eine Ausstellung die Verfolgung der Juden während der deutschen Besatzungsherrschaft in den Niederlanden.  

Als die Wehrmacht die Niederlande im Mai 1940 überfiel, lebten dort 140.000 Juden. Die deutschen Besatzungskräfte griffen zu immer schärferen anti-jüdischen Maßnahmen. 107.000 Männer, Frauen und Kinder wurden in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Mindestens 102.000 von ihnen wurden von der SS ermordet oder fielen mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen zum Opfer.

Die Bilder bezeugen das erbarmungslose Handeln der deutschen Besatzer, die Kollaboration der Niederländer, aber auch die Hilfe für die Untergetauchten. Viele Fotos dokumentieren den jüdischen Alltag während der Besatzung. Darüber hinaus wird die Rückkehr der wenigen Überlebenden aus den Lagern und derjenigen, die aus den Verstecken zurückkehrten, gezeigt.

Die Sonderausstellung entstand als deutsch-niederländische Kooperation. Maria Ossowski mit einem Bericht.