Industrie. Kultur. Brandenburg – Museumspark Rüdersdorf: Verrostete Laufräder der ehemalige Seilbahnumlenkstation (© dpa/Paul Zinken); Montage: rbbKultur
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Industrie.Kultur.Brandenburg - Industriekultur in Brandenburg entdecken

Brandenburg hatte im Jahr 2021 dazu eingeladen, einerseits historische Spuren seiner Industrialisierung zu entdecken und andererseits das Industrieland in die Zukunft weiterzudenken. Unter dem Motto "Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg" fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. rbbKultur begleitete das Themenjahr mit Berichten und Dokumentationen.

Orte mit Vergangenheit

Schwedt: Gerberspeicher und Juliusturm; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Ein virtueller Spaziergang durch die Industriestadt Schwedt

Schwedt an der Oder, im Landkreis Uckermark, ist für seine Industrie bekannt: Erdölverarbeitung, Papierherstellung und Anlagenbau. Aber auch zu DDR-Zeiten und vor 1945 gab es hier Industrien, die das Stadtbild bis heute prägen. Ein virtueller Rundgang durch die Stadt will Einheimische und Besucher damit vertraut machen – Bernd Dreiocker war virtuell und analog unterwegs in Schwedt.

Seezeichen Museum Fürstenwalde; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Seezeichenproduktion in der Domstadt Fürstenwalde

Leuchttürme, Leuchtbojen, Signalleuchten für das Meer. Man denkt automatisch, die müssten auch an der Küste gebaut worden sein. Tatsächlich belieferte ein Ort in Brandenburg ohne Zugang zum Meer über 100 Jahre lang Deutschland und die halbe Welt mit diesen Seezeichen: die Domstadt Fürstenwalde an der Havel. Das Museum der Stadt und ehemalige Mitarbeiter des Seezeichenproduzenten erinnern daran – mit spektakulären Exponaten.

Kunstlandschaft Pritzen; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Kunstlandschaft Pritzen

Anfang der 1990er Jahre sollte Pritzen dem Tagebau weichen. Dann kam plötzlich der Stopp für den Tagebau. Übrig blieb ein leergezogenes Dorf an der Tagebaukante. Heute ist es wieder bewohnt und liegt direkt am Altdöberner See. Man kann dort das ganze Jahr Kunst im Freien betrachten: 16 Landart-Werke von Künstlern zweier Europa-Biennalen aus den 90er Jahren.

Rofin-Gewerbepark Eberswalde © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Der Rofin-Gewerbepark Eberswalde

Eberswalde war einmal ein bedeutender Industriestandort. Die Kreisstadt des Barnim, nordöstlich von Berlin, war bis 1990 von Schwerindustrie geprägt. Heute stehen viele ehemalige Industrie-Areale leer, werden umgenutzt zu Parks und Kulturorten oder sie verfallen. Eine ganz besondere Nutzung fand das riesige Gelände des "VEB Rohrleitungsbau Finow".

Hütten- und Fischereimuseum Peitz; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Hütten- und Fischereimuseum Peitz

Die Stadt Peitz im Spree-Neiße-Kreis ist berühmt für den Peitzer Karpfen. Vor über 200 Jahren gab es in Peitz noch eine andere Industrie: die Eisenverhüttung. Die Geschichte beider Industrien findet sich heute an einem Ort, Hütten- und Fischereimuseum Peitz. Bernd Dreiocker stellt es vor.

Kunstguss Museum Lauchhammer – außen; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Kunstguss-Museum Lauchhammer

Im Süden Brandenburgs, im Oberspreewald-Lausitz-Kreis, liegt Lauchhammer. Einst ein bedeutender Industrieort Deutschlands, ist hier heute nur noch wenig Industrie zu finden. Umso erstaunlicher, dass sich seit über 200 Jahren ein Industriezweig gehalten hat, der wie kein anderer nahe bei der Kunst ist.

Museumsfabrik Pritzwalk: Fassade und Druckmaschine © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Die Museumsfabrik Pritzwalk

Seit zwei Jahren gibt es in Pritzwalk in der Prignitz die Museumsfabrik. Eine ehemalige Tuchfabrik und der Keller einer alten Brauerei sind zu einem Museum verbunden, das die Industriekultur in dieser ländlich geprägten Region präsentiert. Zahnräder, Uniformtuche und eine Druckerei zum Selbermachen hat Bernd Dreiocker hier entdeckt.

Dorfstraße mit Ideenbox in Strodehne; © Bernd Dreiocker
Bernd Dreiocker

Industrie.Kultur.Brandenburg - Zwischen Dederon und Veritas

Das Chemiefaserwerk Premnitz produzierte den Kittelschürzen-Stoff "Dederon", in Wittenberge wurde die Nähmaschine "Veritas" hergestellt. Auf halber Strecke zwischen beiden Orten und über den Wasserweg mit ihnen verbunden liegt das Haveldorf Strodehne. Dort wird der landmade.Kulturversorgungsraum 2021 in einem künstlerischen Modellversuch eine dezentrale DorfFabrik einrichten, in der von den Bewohner*innen kollektiv textile Gebrauchskunst hergestellt wird.

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