Raiko Thal moderiert am Lernzentrum der Charité (Quelle: rbb)
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- Aus dem Lernzentrum der Charité

Das Medizinstudium ist inzwischen weit entfernt vom Frontalunterricht im Hörsaal. In vielen Unis gibt es heute spezielle Einrichtungen, in denen interaktiv das reine Auswendiglernen von Fakten ergänzt werden kann.  

An der Berliner Charité wurde dazu 2012 das "Lernzentrum" (ehemals Trainingszentrum für Ärztliche Fertigkeiten - "TÄF") eingerichtet. Der Vorgänger "TÄF" war die erste Einrichtung seiner Art an einer Medizinischen Fakultät in Deutschland. Heute stellen viele Unis deutschlandweit ihren Studierenden ähnliche Zentren zur Verfügung. Wie in vielen Städten wird dazu auch an der Charité ein eigens dafür hergerichtetes Gebäude genutzt - auf insgesamt 1200 Quadratmetern Grundfläche. Dort wurden inzwischen auch eine Rettungsstelle, ein OP und ein Intensivzimmer aufgebaut.

Angeboten wird dort vielfältiger Unterricht durch Tutoren in Kleingruppen, wie beispielsweise zur Anamneseerhebung oder zur körperlichen Untersuchung. Trainiert werden kann auch mit 150 Simulationspatienten, die über ein Repertoire von 250 Krankheiten verfügen und diese glaubhaft simulieren können. Es werden aber auch praktische Fertigkeiten vermittelt, wie Blut abnehmen oder korrektes chirurgisches Waschen vor einer Operation. Dazu kommen Möglichkeiten zum Selbststudium. Dafür stehen den Studierenden rund 1000 anatomische Modelle und Simulatoren zur Verfügung. 

Infotext: Susanne Faß 

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