Verschiedene frische Früchte (Quelle: Colourbox)
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- "Wie gesund ist eigentlich... Vitamin C?"

Die Erkältungszeit hat wieder begonnen. Viele Menschen wollen sich aktiv vor den Viren schützen – und schwören dabei auf Vitamin C. Aber kann das Vitamin bei Erkältungen tatsächlich helfen? Und wie ist es mit den anderen Legenden über dieses Vitamin, das ja angeblich sogar das Altern aufhält oder Krebs besiegt?

Millionen Deutsche vertrauen auf Nahrungsergänzungsmitteln, die Vitamin C enthalten. Sie hoffen, damit das Altern und den Schnupfen zu bekämpfen und vielleicht sogar Krebs zu verhindern. Doch das ist schlichtweg – falsch. Alle relevanten Studien zeigen: Im besten Fall sind die Zusätze wirkungslos. Im ungünstigen Fällen sollen sie sogar Krebs auslösen. Erkältungen verhindert Vitamin C jedenfalls nicht.

Vitamin-Therapie nur bei Mangel

Der Ersatz von Vitamin C macht nur Sinn, wenn ein Mangel vorliegt. Den kennt man hierzulande lediglich in ganz seltenen Fällen – wenn die Menschen sich aus verschiedenen Gründen extrem einseitig ernähren und kein frisches Obst oder Gemüse essen. Teilweise wird das Vitamin als Ascorbinsäure Lebensmitteln und Fertiggerichten sogar zusätzlich zugefügt. Sogar die weltberühmte Berliner Currywurst wird mit Vitamin C haltbarer gemacht.

Viele Funktionen

Vitamin C hat wichtige Funktionen wie die anderen Vitamine auch. Zum Beispiel regt es den Kollagenaufbau an, Hauptbestandteil der Haut und des Bindegewebes. Es spielt eine wichtige Rolle im Eisenstoffwechsel, steuert das Immunsystem und fängt freie Radikale ab, welche gesunde Körperzellen schädigen.

100 Milligramm täglich reichen

Für gesunde Menschen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rund 100 Milligramm Vitamin C täglich. Diese Menge ist im Saft von zwei Orangen oder zwei Kiwis enthalten. Auch einheimische Gemüse enthalten Vitamin C. Von roter Paprika reichen 50 Gramm, von Brokkoli 100 Gramm, um den Tagesbedarf zu decken.
Menschen, die sehr stark unter Stress stehen, viel rauchen, entzündliche rheumatische Erkrankungen oder schwanger sind, haben einen höheren Verbrauch und sollten darauf achten, gezielt mehr Vitamin C am Tag zu sich zu nehmen.

Gesunde Ernährung reicht

Frisches Obst und Gemüse darf nicht zu lange gelagert werden, da sich sonst der Vitamingehalt verringert. Vitamin C-Präparate empfehlen sich bei Menschen, die erkrankt sind und nicht richtig essen können – beispielsweise, weil sie Magen oder Darmprobleme haben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt eine maximale Zufuhr von 225 Milligramm pro Tag. Zu hohe Dosen werden vom Körper nicht aufgenommen, sondern über den Darm und die Nieren ausgeschieden. Dabei können sie Nierensteine verursachen. Mehr Vitamin C als Zitrone enthalten übrigens Sanddornsaft oder der Saft der Acerolakirsche.

Filmbeitrag: Carola Welt
Infotext: Beate Wagner

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