Frau schaut schmerzverzerrt auf Rücken (Quelle: Colourbox)
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- Letzte Hoffnung Brustverkleinerung?

Eine Brustoperation ist eine der häufigsten Schönheitsbehandlungen weltweit. Aber nicht immer geht es um eine Vergrößerung. So kann eine zu große Brust zur Last werden. Betroffene Frauen kämpfen mit Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Wenn ein gut sitzender BH, Gewichtsabnahme, Sport und Entspannung nicht weiterhelfen, kann eine operative Brustverkleinerung die Lösung sein.

Eine zu große Brust kann zur Last werden - psychisch, aber auch physisch. Schon ab Körbchengröße D treten bei vielen Frauen Verspannungen und Rückenschmerzen auf. Ein zusätzliches Problem: Frauen mit großem Busen neigen zum Rundrücken, weil sie so hoffen, den natürlichen Überfluss zu tarnen. Das verkürzt die ohnehin strapazierten Brustmuskeln zusätzlich.

Zahlreiche Beschwerden

Die Beschwerden durch den großen Busen entstehen bei alltäglichen Verrichtungen, bei denen man sich vornüberbeugt, beispielsweise beim Ausräumen des Geschirrspülers. Ebenso häufig: Nackenschmerzen. Die können bis in den Kopf ausstrahlen. Zudem schneiden BH-Träger häufig unangenehm an den Schultern ein: Hautabschürfungen und schmerzhafte Druckstellen sind die Folge. Einige Frauen berichten, dass sich ein Wirbel in der Brustwirbelsäule verklemmt oder ein Nerv einklemmt wird. Ein weiteres Problem: Bewegungsmangel. Weil viele Sportarten mit sehr großen Brüsten physiologisch kaum zu bewältigen sind und selbst längere Spaziergänge oft mit Schmerzen verbunden sind, fehlt es den Betroffenen an Training. Folge: noch mehr Schmerzen.

Brustverkleinerung - kein "Allheilmittel"

Schätzungsweise 9.000 deutsche Frauen entscheiden sich deshalb jedes Jahr für eine Brustverkleinerung. Bei dieser Operation werden Brustgewebe und die dadurch überflüssige Haut entfernt. Die OP-Risiken sind die gleichen wie bei anderen Eingriffen auch: Entzündungen, Narbenbildung und Wundheilungsstörungen. Und: Die Chirurgen können nicht von vornherein sagen, wie die Brust am Ende aussehen wird. Deshalb sollten Frauen zunächst das konservative Behandlungsspektrum ausnutzen, so die Empfehlung von Experten. Dazu gehören der Kauf eines gut sitzenden BHs, Gewichtsabnahme, Sport und Entspannung.

Der richtige BH - gesunder Sitz, perfekter Halt

Ein passender BH ist ebenso wichtig für ein schmerzfreies Leben mit großer Oberweite wie das Training selbst. Teil des Präventionskurses ist deshalb auch die BH-Beratung. Die wichtigste Stützfunktion bei einem BH hat das Unterbrustband, das die Brust von unten stützt. Es sollte in sich fest und breit sein und im Rücken nicht hochrutschen. Ganz wichtig sind auch die Träger. Sie sollten nicht zu fest, aber auch nicht zu locker sitzen - gerade so, dass man sie leicht etwa zwei bis drei Zentimeter anheben kann. Der Bügel liegt am besten direkt in der Brustfalte, um die Brust richtig zu halten. Zudem darf das Brustgewebe nicht am Körbchenrand heraustreten.

Wichtig auch bei allen mechanischen Belastungen: ein gut sitzender Sport-BH. Eine Untersuchung der University of Portsmouth hat ergeben, dass der Busen beim Joggen bei jedem Schritt durchschnittlich etwa neun Zentimeter auf und ab hüpft - je Kilometer Laufstrecke bewegt sich die Brust also rund 80 Meter! Ein guter Sport-BH kann drei Viertel dieser Bewegungen abfangen.

Sport mit großem Busen?

Für Frauen mit großer Oberweite sind alle Sportarten geeignet, die einen aufrichtenden Charakter haben. Dazu gehören etwa Bogenschießen und Kajak fahren, Klettern und Walking, aber auch Programme wie Yoga oder Pilates. Gleichfalls wirkungsvoll ist regelmäßiges Brustschwimmen.

Filmbeitrag: Sybille Seitz
Infotext: Constanze Löffler

Service

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