Spargel im Bund (Quelle: Colourbox)
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- Wie gesund ist eigentlich Spargel?

Etwa 1,5 Kilogramm Spargel verspeist jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Das weiße Gold gilt als gesund. Schon in der Antike verwendete man den Asparagus officinalis als Heilpflanze bei Husten, Blasenproblemen oder Geschwüren. Doch was steckt wirklich in ihm und wer sollte die Finger vom Spargel lassen?

Spargel ist sehr kalorienarm: 100 Gramm enthalten nur etwa 20 Kalorien. Zum Vergleich: Möhren haben doppelt so viele Kalorien, Kartoffeln sogar das Vierfache. Spargel enthält viele Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin A, Vitamin B, viel Vitamin C, dazu Mineralien wie Kalium, Natrium, Phosphor. Zusätzlich hat er noch sehr viele bioaktive Pflanzenstoffe wie zum Beispiel Quercetin und Lutein. Diese werden für den Sehvorgang gebraucht und für den Schutz der Gefäße.

Der hohe Kaliumgehalt wirkt harntreibend und dadurch entwässernd - gut für Menschen mit Wassereinlagerungen. Die Folsäure ist wichtig, um im Körper neue Zellen zu bilden und die vielen Pflanzenstoffe beschleunigen den Heilungsprozess bei der Behandlung von Erkrankungen.

Wer sollte verzichten?

Eben weil der Spargel harntreibend ist, kann der Verzehr bei Menschen mit hohem Harnsäurewerten im Blut gefährlich werden. Folge können z.B. Gelenkbeschwerden oder Gichtanfälle sein.

Das gilt auch für Menschen, die nierenkrank sind, denn ihre Nieren können nicht genug Wasser ausscheiden. Spargel enthält einen hohen Anteil an den Mineralien Kalium und Phosphor. Wenn sich diese Mineralien im Blut anhäufen, kann das zu Herzrhythmusstörungen oder Muskelschwäche führen. Wer gesund ist, kann unbesorgt zugreifen. Besonders Nierenpatienten sollten ihren Arzt fragen.

Gesunde Zubereitung

Damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte man den Spargel spätestens am nächsten Tag verarbeiten - am besten aber direkt nach dem Kauf. Höchstens zehn Minuten sollte der Spargel kochen. Noch schonender ist Dämpfen, z.B. 3-8 Minuten im Ofen bei 120 Grad.

Zubereitet wird Spargel gerne mit zerlassener Butter – als Hauptgericht mit jungen Kartoffeln oder als Beilage. Manch einer schwört auch auf Sauce béarnaise oder Sauce hollandaise. Aber auch Spargelsalate sind beliebt - und wesentlich gesünder, weil in der Regel fettärmer. Die Spargelsaison endet offiziell am 24. Juni.

Warum der Urin „spargelt“:

Wer sich nach dem Spargel-Genuss wundert, dass sein Urin anders riecht: Das liegt an der Asparagusinsäure. Beim Abbau entstehen schwefelhaltige Substanzen - und die riechen. Gesundheitlich ist das aber völlig ungefährlich.  

 

Beitrag: Florian Schumann
Infotext: Amal Khalife

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