Salamipizza (Quelle: imago/Levine-Roberts)
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- Pizza im Test – Tiefkühlprodukt oder frisch zubereitet?

Die Pizza Salami gehört zu den liebsten Tiefkühlgerichten der Deutschen. Wie viel Fett und Salz stecken drin – und wie ungesund ist das? Gibt es Alternativen, die weniger auf die Hüften gehen? Die rbb Praxis hat recherchiert.

"Pizza Salami" ist die meistverkaufte Fertigpizza in Deutschland. Doch viele Tiefkühlvarianten des Klassikers gehen nicht als frisch gebackene italienische Pizza durch. Vor lauter triefendem Käse oder Käseersatz schmeckt man wenig von den typischen Zutaten wie Oregano, Basilikum, Knoblauch, Tomatensauce und Olivenöl. Hier sind drei gute Gründe, um auf Fertigpizza zu verzichten:

1) In einer fertig zubereiteten Salami-Pizza stecken rund 40 Gramm Fett. Per se nichts Schlechtes: Fett liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und fettlösliche Vitamine. Fertigprodukte enthalten aber viel zu viele gesättigte Fettsäuren aus tierischem Fett. Sie erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Der durchschnittliche Tagesbedarf an Fett liegt der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge bei 60 bis 80 Gramm. Eine Salamipizza deckt also mehr als die Hälfte des maximal empfohlenen Tagesbedarfs.

2) Wie die meisten Fertiggerichte sind Tiefkühlpizzen reichlich gesalzen. Mit sechs Gramm Salz – so viel, wie auf einen Teelöffel passt – deckt die Pizza bereits den kompletten Tagesbedarf bei Erwachsenen. Bedenkt man, dass noch weitere gesalzene Mahlzeiten am Tag hinzukommen, ist das zu viel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Reduzierung der Salzzufuhr zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen um Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern; sie empfiehlt pro Mahlzeit nicht mehr als 1,8 Gramm Salz.

3) Fertigpizzen enthalten meist einen Teig aus Weißmehl Typ 405. Anders als Typ 1050 oder echtes Vollkornmehl ist es nähr- und ballaststoffarm. Zudem ist der Gemüsebelag meist aus der Dose – und damit ebenso arm an Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien.

Also doch lieber die selbstgemachte Pizza mit frischem Gemüse und einer Soße aus frischen Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Basilikum. Sie können die Salami auch durch fettarmen Kochschinken oder Tofu ersetzen. Bei dem Mehl muss es nicht unbedingt Vollkornmehl sein – auch das Mehl Typ 1050 bringt in Sachen Nährstoffe schon deutlich mehr Punkte als das übliche Weißmehl.

Insgesamt ist die Bilanz der selbstgebackenen Pizza gegenüber dem Fertigprodukt mehr als überzeugend. Sie enthält:
• etwa 15 Gramm Fett statt 40 Gramm,
• nur 1,7 Gramm Salz statt 6 Gramm,
• rund neunmal so viel Folsäure,
• 61 Milligramm Vitamin C statt 2,7 Milligramm,
• 3,6 Milligramm Eisen statt 2,2 Milligramm,
• 77 Milligramm Magnesium statt nur 43 Milligramm.

Na dann – guten Appetit.

Filmbeitrag: Thomas Förster
Infotext: Constanze Löffler

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