Mann trinkt aus Wasserflasche (Quelle: Colourbox)
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- Durstlöscher im Test: Mineralwasser

Wasser ist der gesunde Durstlöscher schlechthin. Es enthält keine Kalorien und wichtige Mineralien. Doch viele Verbraucher wissen nicht, wie viele Mineralstoffe ihr bevorzugtes Wasser tatsächlich enthält.

Wasser trinken ist "in": Der Konsum ist in den letzten Jahren in Deutschland enorm gestiegen: 1970 trank jeder Bundesbürger im Schnitt zwölf Liter Mineralwasser pro Jahr, im Jahr 2016 waren es dagegen knapp 148. Sicher ist: Wasser ist der gesunde Durstlöscher schlechthin. Es enthält keine Kalorien und wichtige Mineralien.

Viele Verbraucher wissen allerdings nicht, wie viel Mineralstoffe ihr bevorzugtes Wasser tatsächlich enthält. Die Spannbreite ist groß: Einen sehr geringen Mineraliengehalt haben Wässer, die bis zu 50 mg/l enthalten, als hoch gilt ein Gehalt von mehr als 1500 mg/l. Den größten Teil an Mineralstoffen nehmen wir über die Nahrung auf. Wer aber beispielsweise wenig Milchprodukte und damit kaum Kalziumlieferanten zu sich nimmt, sollte ein kalziumreiches Mineralwasser wählen. Kalzium braucht der Körper für die Knochen, Zähne, Haut und Haare. "Viel" bedeutet in diesem Fall mehr als 150 mg/l, ab dieser Menge dürfen Hersteller mit der Bezeichnung "kalziumreich" werben.

Wasserbedarf in Veränderung

Generell sollte man pro Tag etwa 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, im Sommer sogar bis zu 3 Liter. Bei viel Bewegung oder Sport erhöht sich der Bedarf um weitere 0,5 – 1 Liter pro Tag. Und Sportler sollten ebenfalls besonders auf den Mineraliengehalt achten. Wichtig zu wissen ist beispielsweise der Natriumgehalt, denn diesen Mineralstoff verliert man beim Schwitzen. Mehr als 200 mg/l sollte ein geeignetes "Sportlerwasser" enthalten.

Natriumarmes Wasser empfiehlt man dagegen heute nur noch für Säuglinge und für Bluthochdruckpatienten mit Salzsensitivität. Viele Hersteller deklarieren mineralstoffarme Wässer oft als „natriumarm“, um damit eine vermeintlich positive Eigenschaft hervorzuheben. Magnesium gehört ebenfalls zu den Mineralien, die besonders wichtig für den Körper sind, gut für die Muskeln und die Nerven. Als "magnesiumreich" gilt ein Wasser, das mindestens 50 mg/l enthält.

Stille Wasser nicht gesünder

Viele schwören auf stille Wässer, doch gesünder als Sprudel sind sie nicht. In manchen Fällen muss man sogar eher zu Kohlensäure raten, denn diese verhindert die Vermehrung von Bakterien. Stilles Wasser verkeimt also schneller, das zeigte auch eine Auswertung der Stiftung Warentest. Die Tester fanden zwar keine gefährlichen Erreger, jedoch solche, die zumindest Babys und immunschwachen Erwachsenen schaden könnten.

Teure Wässer sind nicht unbedingt die bessere Wahl. In einer nicht repräsentativen Umfrage haben wir vier prickelnde Wasser ins Rennen geschickt: Berliner Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt (Kosten 0,5 Cent/Liter), ein Discounter-Wasser (13 Ct/L), ein Mineralwasser aus der Eifel (70 Ct/L) und ein Importwasser /(1,53 Euro/L).
Das Fazit: Das beliebteste Wasser war das Discounterwasser, gefolgt vom Berliner Leitungswasser und dem Wasser aus der Eifel.

Welches Wasser man nun auch wählt. Am besten trinkt man Wasser aus dem Glas - es sei denn, man trinkt die Flasche zügig leer. Außerdem sollte man nicht gemeinsam aus der gleichen Flasche trinken. Anderenfalls können sich die Keime explosionsartig vermehren. Und das trübt den Genuss, egal wie viel man nun für die gesunde Erfrischung ausgeben möchte.

Beitrag: Ursula Stamm
Infotext: Susanne Faß

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